Harburg – Der Ehestorfer Heuweg ist noch auf unbestimmte Zeit dicht, der Knoten Cuxhavener Straße Ecke

Waltershofer Straße kann bis Herbst 2020 nur stark eingeschränkt passiert werden – und nun wird auch noch bekannt, dass genau dieser Knoten bis 2021 auf der Umleitungsstrecke für Lkw liegt, die wegen einer Reihe von Straßensperrungen im Alten Land eingerichtet worden ist.

Das Bezirksamt hat jetzt nach einer Kleinen Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung mitgeteilt, dass es hier durchaus eine „angemessene und ausreichende Koordinierung“ über Landesgrenzen hinaus gegeben habe. Leider hätten dies „jedoch die baulichen Notwendigkeiten aufgrund der Bohrkernergebnisse an der B73 teilweise konterkariert“.

Mit anderen Worten: Erst wurde koordiniert, dann hat man sich mit Hilfe von Bohrungen über das wahre Ausmaß der notwendigen Baumaßnahmen und damit auch über deren Dauer informiert.

„Für die Bürger des gesamten Süderelberaums und des niedersächsischen Umlands ist das Vorgehen der Hamburger Behörden, das die B73 für die Dauer von nahezu einem Jahr weitgehend ihrer Funktion entraubt, nicht hinnehmbar“, sagt CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. Deshalb hatte er für die Oktober-Sitzung der Bezirksversammlung einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, mit dem Sofortmaßnahmen für kürzere Bauzeiten und provisorische Fahrbahnen in Gang gebracht werden sollten.

Nach einigen Zögern in den Reihen der SPD-Fraktion wurde zwar die Dringlichkeit anerkannt, annehmen wollte die rot-grüne GroKo den Antrag aber nicht – vielmehr überwies sie ihn zur weiteren Beratung in den Fachausschuss für Mobilität und Inneres. Der tagt allerdings erst am 14. November.

Das Vorgehen der CDU sei reiner Populismus, teilte die SPD-Fraktion am Tag nach der Bezirksversammlung mit. Sie selbst habe bereits mehrfach „den Ablauf und die offenbar mangelnde Sorgfalt der Vorbereitung“ der Baumaßnahme Ehestorfer Heuweg als inakzeptabel bezeichnet. Deshalb habe die SPD-Fraktion auch schon im September die zuständige Behörde und den Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) aufgefordert, im Mobiltätsausschuss Rede und Antwort zu stehen. SPD-Fraktionschef Frank Richter: „Erst danach können wir doch einschätzen, welche Forderungen des CDU-Antrags richtig sind, welche ergänzt oder verändert werden müssen.“ ag