Harburg – Das Einwohner-Zentralamt hatte angekündigt, angesichts zurückgehender Flüchtlingszahlen und dem Bau von neuen Unterkünften in anderen Bezirken

die Wohncontainer rund um die Erstaufnahme in der neuen Harburger Post am Bahnhof abzubauen. Das ist zum Teil auch schon geschehen, doch nun ist der Rückbau ins Stocken geraten. In einem Schreiben an Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen und den Vorsitzenden der Bezirksversammlung, Jürgen Heimath, informiert das Zentralamt über seine Absicht, die restlichen zwei Containerblöcke vorerst stehen zu lassen.

Uwe Brettschneider vom Einwohner-Zentralamt begründet das so: „Durch den Rückbau der Erstaufnahmeeinrichtungen in der Schlachthofstraße 5 und 20b sowie im Geutensweg 30, aber auch durch den in Bürgerverträgen vereinbarten Rückbau in anderen Bezirken fehlen uns Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge.“  Zudem seien die Zeiten, die Flüchtlinge in der Erstaufnahme bleiben müssten, verlängert worden. Nicht abgebaut werden 36 Container mit bis zu 144 Plätzen, die neben dem Postgebäude stehen.

Nach Paragraf 28 des Bezirksverwaltungsgesetzes musste der Bezirk informiert werden. Er darf  auch eine Stellungnahme abgeben, letztlich entscheidet aber die Fachbehörde. ag