Rathaus

Harburg – Die Harburger Grünen haben sich bei einer Mitgliederversammlung im Rieckhof für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der SPD

entschieden. Die Entscheidung fiel einstimmig – ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung. Vorausgegangen waren Sondierungsgespräche mit fast allen anderen Fraktionen der neu gewählten Bezirksversammlung. Nur mit der AfD gab es keine Gespräche.

Mehrere Redner machten deutlich, dass eine Koalition mit der SPD keineswegs ein Selbstgänger sei. Man werde sich jedenfalls nicht über den Tisch ziehen lassen. Dazu gebe es keinen Grund, denn die Grünen haben in der Bezirksversammlung mit 14 Sitzen exakt so viele Sitze wie die SPD.  Mit dem hauchdünnen Vorsprung von rund 700 bei insgesamt 55.000 Wählern lasse sich jedenfalls kein Herrschaftsanspruch begründen. Die Grünen könnten auch mit wechselnden Mehrheiten leben.

Am kommenden Dienstag werden die 51 neu gewählte Abgeordneten zusammenkommen, um die neue Bezirksversammlung zu konstituieren. Für das Präsidium wurden Jürgen Heimath (SPD), Dr. Regina Marek (Grüne) und Robert Timmann (CDU) vorgeschlagen. ag