Harburg – Die CDU hat sich verrechnet. Als Kreisvorsitzender Uwe Schneider bei der Wahlparty im „Rönneburger Park“ die einzelnen

Wahlkreise und die gewählten Kandidaten aufzählte, hatte er schlechte und gute Nachrichten. Schlecht war, dass es Helga Stöver im Wahlkreis 1 und Michael Schäfer im Wahlkreis 2 nicht geschafft hatten. Gut war dagegen, dass die CDU im Wahlkreis 3 sogar zwei Kandidaten – nämlich Rainer Bliefernicht und Martin Hoschützky – durchgebracht hatte.

Stunden später kam vom Statistikamt Nord das vorläufige Endergebnis der Wahlen zur Bezirksversammlung. Und siehe da: Jetzt konnten Helga Stöver und Michael Schäfer jubeln, Martin Hoschützky dagegen war raus. Kein Mandat in der Bezirksversammlung!

Wer auch immer bei der CDU gerechnet hatte, er war an den Tücken des Hamburger Wahlgesetzes (siehe unten) gescheitert. Das kann passieren, wenn man mehr als einen Tag auf die Ergebnisse warten muss. Auch harburg-aktuell hat sich auf die Rechnung der CDU verlassen.

Hier nun ganz amtlich die 51 gewählten Abgeordneten der neuen Bezirksversammlung: Die SPD wird vertreten durch Peter Bartels, Holger Böhm, Klaus Fehling, Torsten Fuß, Benizar Gündogdu, Jürgen Heimath, Claudia Loss, Claudia Oldenburg, Beate Pohlmann, Frank Richter, Natalia Sahling, Sören Schinkel-Schlutt, Frank Wiesner und Marion Wolkenhauer.

Die Grünen werden vertreten durch Bianca Blomenkamp, Heinke Ehlers, Andreas Finkler, Britta Herrmann, Fabian Klabunde, Jürgen Marek, Regina Marek, Jakob Mellem, Britta Ost, Michael Sander, Gudrun Schittek, Andreas Strube, Corine Veithen und Martin Wittler.

Die CDU wird vertreten durch Rainer Bliefernicht, Brit-Meike Fischer-Pinz, Ralf-Dieter Fischer, Lars Frommann, Antje Jaeger, Jens Ritter, Michael Schaefer, Uwe Schneider, Helga Stöver und Robert Timmann.

Die AfD wird vertreten durch Matthias Arft, Ulf Bischoff, Timo Feineis, Andreas Fleischer und Harald Groterjahn.

Die Linke wird vertreten durch Simon Dhemija, Heiko Langanke, Jörn Lohmann, Michael Schulze und Ulla Taha.

Die FDP wird vertreten durch Viktoria Isabell Ehlers, Tom Niemeier und Günter Rosenberger.

Und das ist die Regel, nach der die gewählten Kandidaen in de Wahlkreisen berechnet werden:
Die Verteilung der im jeweiligen Wahlkreis nach § 18 Absatz 1 zu vergebenden Sitze auf die Wahlkreislisten erfolgt nach dem Divisorverfahren mit Standardrundung. Dabei erhält jede Wahlkreisliste so viele Sitze, wie sich nach Teilung der Summe ihrer Wahlkreisstimmen durch die Wahlzahl ergeben. Zahlenbruchteile unter 0,5 werden auf die darunterliegende ganze Zahl, ab 0,5 auf die darüberliegende ganze Zahl gerundet. Die Wahlzahl wird zunächst berechnet, indem die Zahl der insgesamt im Wahlkreis abgegebenen gültigen Wahlkreisstimmen durch die Zahl der im Wahlkreis zu vergebenden Sitze geteilt wird. Falls hiernach mehr Sitze auf die Wahlvorschläge entfallen, als im Wahlkreis zu vergeben sind, ist die Wahlzahl so heraufzusetzen, dass bei der Berechnung nach den Sätzen 2 und 3 insgesamt genau so viele Sitze auf die Wahlkreislisten entfallen, wie im jeweiligen Wahlkreis zu vergeben sind. Entfallen zu wenige Sitze auf die Wahlkreislisten, ist die Wahlzahl in entsprechender Weise herunterzusetzen. Ergeben sich für mehrere Wahlkreislisten Zahlenbruchteile von genau 0,5 und würde durch Aufrundung dieser Bruchteile die Zahl der zu vergebenden Sitze überschritten, so entscheidet das von der Bezirkswahlleitung zu ziehende Los, welche Zahlenbruchteile aufzurunden sind.