Harburg - Die 20. Sitzungsperiode ist beendet. Dienstagabend trafen sich die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen,

Linken, AfD und Neuen Liberalen sowie die beiden fraktionslosen FDP-Abgeordneten zu ihrer letzten Sitzung . Am 26. Mai werden die 51 Abgeordneten für die neue Bezirksversammlung gewählt. Sie treffen sich 25. Juni zu ihrer konstituierenden Sitzung. So richtig los geht es allerdings erst Ende September nach der parlamentarischen Sommerpause. Bis dahin sollte geklärt sein, ob wieder eine Koalition geschmiedet wird oder ob weiterhin wechselnde Mehrheiten für Spannung und überraschende Beschlüsse sorgen.

Birgit Rajski (SPD), seit März 2017 Vorsitzende der Bezirksversammlung, war diesmal nicht dabei, sie leidet noch unter den Folgen eines Unfalls zu Beginn des Jahres. Rajski bedankte sich in einem Grußwort für die gedeihliche Zusammenarbeit. Ihr Stellvertreter Robert Timmann (CDU) würdigte noch einmal das ehrenamtliche Engagement der Bezirksabgeordneten für das Gemeinwohl und stellte fest, dass es eine „besonders ereignisreiche Legislatur“ gewesen sein – erst mit einer Großen Koalition, dann die letzten Monate mit wechselnden Mehrheiten. In fünf Jahren seien 2022 Anträge gestellt worden, in 264 Fällen hätten sich zwei oder mehr Fraktionen zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Antrag gestellt.

Die Sitzungsperiode sei aber auch vom allzu frühen Tod von Bezirksamtsleiter Thomas Völsch im November 2017 überschattet worden. Zudem habe Manfred Schulz nach einem schweren Schlaganfall das Amt des Vorsitzenden der Bezirksversammlung aufgeben und sich ganz aus dem politischen Leben zurückziehen müssen.

Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, deren Wahl im Herbst 2018 zum Bruch der Großen Koalition aus SPD und CDU geführt hatte, erinnerte schließlich daran, dass „unser Start ein bisschen ruckelig war“, inzwischen sei die Zusammenarbeit aber gut: „Und dafür möchte ich mich bedanken.“

Zu guter Letzt dankte Robert Timmann jenen Abgeordneten, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr für die nächste Bezirksversammlung kandidieren. Für Martin Çelik, Pinar Esir, Katharina Gajewski, Eftichia Olowson-Saviolaki, Ronja Schmager, Jan-Philipp Schucher (alle SPD), Florian Klein (CDU), Tülin Akkoç (Grüne), André Lenthe (Linke), Harald Feineis (AfD) und Carsten Schuster (FDP) gab es zum Abschied einen Blumenstrauß. ag