Harburg – Nun wird ernst gemacht: SPD, Grüne und Linke fordern in einem gemeinsamen Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksversammlung eine Änderung

des Bebauungsplans Wilstorf 35/Langenbek 7. Dahinter verbirgt sich der erste Schritt zu einer Bustrasse zwischen den Kehren Gordonstraße und Radickestraße. Über diesen Durchstrich ist seit Jahren diskutiert worden. Die Hamburger Hochbahn AG verspricht sich dadurch eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr für rund 4000 Bürger.

Nachdem sich die ehemalige Harburger GroKo nicht auf eine gemeinsame Position einigen konnte, hatte es eine Befragung der betroffenen Anwohner gegeben. 55 Prozent der Befragten hatten sich dabei für die neue Bustrasse ausgesprochen. Nach Bekanntgabe des Umfrageergebnisses wurden vereinzelt Stimme laut, die das Umfrageverfahren kritisierten. So gaben einige Anwohner an, überhaupt nicht gefragt worden zu sein. Allerdings waren alle, die nicht persönlich angetroffen wurden, auf die Möglichkeit hingewiesen worden, sich telefonisch zu äußern. Von dieser Möglichkeit haben jedoch nur wenige Gebrauch gemacht.

„Wir haben keine Zweifel an der Methodik der Umfrage“, sagt SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath. „Die Bürger haben entschieden, und daran halten wir uns.“ Das rot-rot-grüne Bündnis legt in seinem Antrag ausdrücklich Wert darauf, dass die neue Trasse ausschließlich vom öffentlichen Personennahverkehr und nicht von anderen Kraftfahrzeugen genutzt werden soll. Dies soll durch bauliche Maßnahmen sichergestellt werden. ag