Harburg – Die CDU Harburg will mit einem männlichen „Spitzenduo“ und einem „Super-Mix aus erfahrenen Abgeordneten und

jungen Wilden“ in den Wahlkampf  um die Sitze in der nächsten Bezirksversammlung ziehen. Das hat der neue Kreisvorsitzende Uwe Schneider nach der Nominierung aller Kandidaten angekündigt. Auf Platz 1 der CDU-Bezirksliste wählten die Parteimitglieder den langjährigen Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer, auf Platz 2 die bei den Wählern beliebte Ärztin Dr. Antje Jäger, erst auf Platz 3 folgt mit Uwe Schneider der zweite Teil des „Spitzenduos“.

Auf den Plätzen 4 bis 10 folgen die jeweiligen Spitzenkandidaten der einzelnen Wahlkreise. Die CDU Harburg geht damit auf Nummer sicher, will offenbar nicht riskieren,  dass von ihnen „gesetzte“ Kandidaten durchfallen. Außer Fischer und Jäger sind alle mit aussichtsreichen Plätzen auf den Wahlkreislisten und der Bezirksliste abgesichert. Und das sind die Spitzenleute aus den acht Wahlkreisen: Helga Stöver, Michael Schäfer, Rainer Bliefernicht, Uwe Schneider, Jens Ritter, Lars Frommann, Robert Timmann und Brit-Meike Fischer-Pinz.

Auf den ersten Blick auffallend: Der Vorsitzende des Ortsverbands Heimfeld, Florian Klein, der sich zudem als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses einen guten Ruf erworben hat, taucht nicht mehr auf. Er will aus beruflichen Gründen kürzertreten. Aus Mangel an eigenen Kandidaten hat der Ortsverband kurzerhand Jens Ritter aus dem benachbarten Ortsverband Marmstorf (Vorsitzender Rainer Bliefernicht) „importiert“. Ritter war bei der Bezirkswahl vor gut vier Jahren trotz eines guten persönlichen Ergebnisses an den Tücken des Bezirkswahlrechts gescheitert.

Wenn sich in den einzelnen Wahlkreisen mindestens der jeweilige CDU-Spitzenkandidat durchsetzt, könnten die ab Platz 11 auf der Bezirksliste nominierten Kandidaten gute Chancen auf ein Mandat haben. Das sind (in dieser Reihenfolge): Martin Hoschützky, Dr. Hanno Hintze, Marko Neuwirth, Abbas Asadollah, Jens Oldemoelle, Birgit Przybylski, Christian Detje, Silke Ottow, Günter Bosien und Kay Elvert.

Noch bevor das unter der Leitung des ehemaligen Bezirksamtsleiters Torsten Meinberg entwickelte Bezirkswahlprogramm fertig ist, hat Uwe Schneider seiner Partei offenbar ein stramm konservatives Profil verordnet. Er setzt mit den Themen Wohnungsbau, Sauberkeit und Sicherheit seine Schwerpunkte für den Wahlkampf. Mit dem Stichwort „Wohnungsbau“ meint Schneider allerdings vor allem den Kampf gegen „massive Nachverdichtung“. Nur so könne der Bezirk wieder aufgewertet werden. Schneider: „Harburg muss die grüne Lunge Hamburgs bleiben.“

Nach seiner Ansicht gebe es in Harburg außerdem „noch viele Stellen, die den Eindruck hinterlassen, dass eine Reinigung schon seit Ewigkeiten nicht mehr stattgefunden hat“.  Schließlich weist Schneider darauf hin, dass die CDU unter anderem ein Alkoholverbot auf dem Harburger Rathausplatz durchgesetzt habe: „Dies trägt nicht nur zur objektiven Sicherheit bei, auch das subjektive Sicherheitsempfinden ist deutlich besser geworden.“ ag