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Harburg – Einen Tag nach der geplatzten Bezirksamtsleiter-Wahl muss die Kandidatin Sophie Fredenhagen einen zweiten schweren Schlag hinnehmen: Der

Verwaltungsausschuss der Stadt Buxtehude hat beschlossen, Fredenhagen nach dem Ende ihrer Probezeit am Sonnabend, 30. Juni, nicht weiter zu beschäftigen. Sie war dort seit Anfang des Jahres Leiterin des Fachbereichs für Bildung, Jugend, Sport, Soziales und Senioren.

Wie das Buxtehuder Tageblatt in seiner heutigen Ausgabe berichtet, soll es im Verwaltungsausschuss keine Kritik an der Amtsführung Fredenhagens gegeben haben. Zuvor habe es aber kritische Stimmen gegeben. Einer der Vorwürfe: Sie sei „nie richtig in Buxtehude angekommen“.  Bis Ende letzten Jahres hatte Fredenhagen als Jugendamtsleiterin im Bezirksamt Harburg gearbeitet. Festhalten an Fredenhagen wollte in Buxtehude offenbar niemand. Die Entscheidung des Verwaltungsausschuisses soll einstimmig gefalllen sein.

Während die Harburger CDU die parteilose Fredenhagen für „unfähig“ hält und deshalb eine Wahl ablehnte, steht die SPD zu ihrer Kandidatin. Sie will Sophie Fredenhagen als neue Bezirksamtsleiterin – und zwar möglichst schnell. Ob und wann es dazu kommt, ist noch völlig offen.  Wie berichtet will die SPD in einer Kreisdelegiertenversammlung am 7. Juli zunächst einmal entscheiden, ob sie die Koalition mit der CDU überhaupt fortsetzen will.

„Das ist das gute Recht der SPD, darüber zu entscheiden“, sagt CDU-Kreisvorsitzender Uwe Schneider. „Ich bin aber zuversichtlich, dass die SPD in ihrer Weisheit die richtige Entscheidung trifft und für eine Fortsetzung der Koalition stimmt.“ Danach hoffe er „wie besprochen“ auf weitere Beratungen mit der SPD bis Ende August, um dann eventuell im September eine neue Wahl einer Bezirksamtsleiterin oder eines Bezirksamtsleiters anzusetzen.

Aus der SPD war allerdings zu hören, dass sie nicht so lange warten und die Wahl möglichst schnell nachholen will – auch mit den Stimmen der Grünen und der Linken habe man eine Mehrheit. Gespräche mit diesen Fraktionen gebe es bisher nicht, sagt SPD-Kreischef Frank Richter: „Wir warten den 7. Juli ab.“ ag