Harburg -  Er ist die „Graue Eminenz“ des Hamburger Radsports: Der 83-jährige Karl-Heinz Knabenreich aus Harburg

begleitet das Geschehen seit mehreren Jahrzehnten. Zuerst als aktiver Sportler, später als Reporter, Streckensprecher und Veranstalter. Fast immer dabei hatte er seinen Fotoapparat, mit dem er die Sportler in Aktion einfing. Noch heute fotografiert er mit seiner Canon Spiegelreflexkamera auf Negativ-Film.

Im Laufe der Jahre entstand daraus ein einzigartiges Radsport-Archiv. Mehr als 3000 zum Teil seltene Fotos schlummern gut sortiert und geschützt verwahrt in seinem Archiv. Die meisten davon sind natürlich nicht digital, sondern echte Negativ-Aufnahmen oder Foto-Abzüge. Immer, wenn Fotos aus dem Hamburger Radsport der Vergangenheit und Gegenwart gebraucht werden, ist Karl-Heinz-Knabenreich der Richtige Ansprechpartner.

So auch bei der neuesten Broschüre „70 Jahre Radsport-Verband Hamburg“, die vor einigen Wochen erschienen ist. Mit Ausnahme von drei Aufnahmen stammen alle Fotos von Ihm. Egal, ob Albert Mußfeld, das Radsportidol aus den 50er Jahren oder Didi Thurau, Deutschlands Radstar der 80er-Jahre: Alle wurden von Karl-Heinz Knabenreich fotografiert.

Außerdem steht Karl Heinz Knabenreich, der 1937 in Königsberg geboren wurde, oft gemeinsam mit Paul Nehring, er war von 1992 bis 2000 Vorsitzender des Radsport-Verbands-Hamburg, Autoren und Journalisten in Gesprächen Rede und Antwort und berichtet aus der Vergangenheit.

Die Broschüre ist unter anderem in der Sparkasse Harburg-Buxtehude, in der Bücherhalle Harburg und bei Edeka in Vahrendorf erhältlich.
 
Bereits jetzt arbeitet er an mehreren Projekten für die Zeit nach Corona: Unter anderem sollen Ausstellungen in der Sparkasse-Harburg-Buxtehude und in der Bücherhalle Harburg realisiert werden. Außerdem plant er auf einer noch geheimen Rennstrecke eine Radsport-Veranstaltung und möchte das HTB-Genussradeln wieder aktivieren.  (cb)