Rettung

Harburg - Langsam könnte Gildekönig Borhen Azzouz die Serie "Bo greift ein" drehen.

Im April geleitet er eine Entenfamilie sicher den Schwarzenberg hinauf. Dann brachte er im Juni an der Blohmstraße ein Pärchen in Sicherheit, dessen Wohnung lichterloh brannte. Wohlgemerkt: Das waren alles "Einsätze" in seiner Freizeit. Zwischendurch ist er als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Eißendorf mit Tatütata unterwegs.

Am Dienstagnachmittag, es war schon dunkel, absolvierte er seinen dritten "Freizeiteinsatz" in diesem Jahr. Die Mission diesmal: Einen ins Wasser gefallenen Angler (61) in Sicherheit bringen.

"Ich saß im Büro, als ich so etwas wie Schreie hörte", sagt Bo. Kaum vor der Tür, war nichts mehr zu hören. Kurz darauf dann wieder so etwas wie Hilferufe. "Ich bin dann zu Peter Steljes, der in seiner Firma war. Wir sind zusammen zum Anleger und haben uns ein Motorboot genommen, von dem wir dachten, dass der Zündschlüssel steckt." Tat er aber nicht. "Wir sind dann rüber gepaddelt", sagt Bo.

Dort nahmen sie einen Angler in Empfang, sich auf ein mit Schlagseite im Wasser liegendes Ponton getraut hatte und abgerutscht war. Ihn hatte der Mitarbeiter einer Firma aus dem Harburger Holzhafen gezogen. Nun saß der Angler pudelnass und zitternd wieder auf dem Ponton.

Der Mann wurde im Boot ans andere Ufer gebracht, dann der Besatzung eines Rettungswagens übergeben, die dort schon wartete. Der 61-Jährige kam anschließend mit einer leichten Unterkühlung ins Krankenhaus Harburg. zv