Harburg - Als Harald Krüger 1989 nur Tage nach dem Mauerfall mit einem Glas in der Hand (Foto)

den vielen DDR-Bürgern an ihrer ersten Anlaufstelle vor dem Besuch Hamburgs auf der Raststätte Stillhorn zuprostete, war er noch am Anfang seiner Karriere. Gerade mal vier Jahre vorher hatte er den DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg von Geschäftsführerin Gertrud Barbe übernommen. Das ist jetzt 35 Jahre her. Damals hatte der Kreisverband 68 Mitarbeiter. Krüger machte daraus eine Erfolgsgeschichte. Heute hat der Verband etwa genau so viele Einrichtungen, wie damals Mitarbeiter. Die Zahgl der Mitarbeiter liegt um etwa 1000 höher, als damals. Damit gehört das DRK mit Hauptsitz an der Rote-Kreuz-Straße nahe der Außenmühle zu einem der größten Arbeitgeber Norddeutschlands.

Eigentlich sind nur die Haare etwas grauer geworden. Der charakteristische Bart ist geblieben. Der ist sein Erkennungszeichen. Harald Kürger ist eine Größe im Bezirk Harburg - einer der nicht nur redet, sondern macht, wenn es angesagt ist. „Die Eröffnung von Kindertagesstätten in ganz Harburg, das mit viel Mut gegründete Hospiz, sowie die schnell auf die Beine gestellten Angebote für Flüchtlinge: In allem zeigt sich die Handschrift von Harald Krüger, verbunden mit seinem Gespür für humanitäre Aufgaben und unkompliziertes Handeln", fasst es Lothar Bergmann, Präsident der DRK-Kreisverbandes, trefflich zusammen.

Er war einer der wenigen Gäste, der, coronabedingt, im kleinen Kreis dabei war, um zum Jubiläum zu gratulieren. Ob er noch die 40 Jahre schafft? Knapp. "Ich werde wohl eher nicht mit 65 in Rente gehen", sagt Krüger. "So vier Jahre werde ich noch bleiben."Ein Jahr dranhängen, dann wäre auch das nächste Jubiläum erreicht.

Zu tun gibt es noch einiges. 17 Kitas, Serviceangebote und Pflege für Senioren und Demenzkranke, Projekte der Flüchtlingshilfe inklusive der Folgeunterkunft in Neugraben-Fischbek, die einzigen Harburger Obdachlosenunterkunft, das Harburg-Huus, das Kriseninterventionsteam oder der DRK-Shop „Schwester Henny“, viele getragen und Unterstützt von rund 400 ehrenamtlichen Helfern, wollen am Laufen gehalten werden.

Und es kommen noch Aufgaben hinzu. Das DRK, bereits seit Jahren im Rettungsdienst aktiv, will dieses Standbein weiter ausbauen. Als ersten Schritt wird das DRK ab dem 1. September dauerhaft bis zunächst  Ende 2025 sieben Rettungswagen und zwei Notarztwagen rund um die Uhr, sowie zusätzlich als Reserve sechs Rettungswagen und ein Notarztwagen für die Sptzenabdeckung stellen. zv

Mit seinem Gespür für humanitäre Aufgaben und einem perfekten Netzwerk ist Vorstand Harald Krüger(rechts, mit Ehefrau Dr. Sigrid Hülsbergen-Krüger und DRK-Präsident Lothar Bergmann) seit 35 Jahren für das DRK im Dienst. Foto: DRK-Kreisverban