Peter Sebastian packt bei der Harburger Tafel an

Harburg - Mit 500 Puzzles im Karton rückte Schlagersänger Peter Sebastian bei der Harburger Tafel an. "

Die Kinder dürfen nicht raus. Da brauchen sie Beschäftigung", so Sebastian. Verteilt werden die Puzzles, die Hans Eibl aus Berlin gestiftet hatte, über Kisten, die die Harburger mit Kindern bekommen, die das Angebot der Tafel in Anspruch nehmen. "Wir packen jetzt Kisten für die Kunden, weil sie die Räume selbst während der Coronakrise nicht betreten können", sagt Carmen Wildeisen von der Tafel.

Peter Sebastian ist seit über zehn Jahren Botschafter der Harburger Tafel. "Manchmal bin ich auch hier und helfe mit", sagt Sebastian, "dann bin bin ich für Obst und Gemüse zuständig."

Die Harburger Tafel hat sich entschieden trotz Corona den Betrieb der Tafel aufrecht zu erhalten. Das scheint auch nötig. Die Zahl der Menschen, die zur Tafel kommen, hat sich durch Corona erhöht. "Jetzt kommen sogar Kurzarbeiter", so Wildeisen. "Das hat den Zulauf deutlich erhöht."

So ist die Tafel nur in der Lage, Bedürftige aus dem Raum Harburg zu unterstützen. "Es kam schon Leute aus Lurup oder Bereichen, die wir aber nicht bedienen können, weil wir nicht genug Ware haben", sagt Wildeisen.

Der Zustrom aus anderen Hamburger Bereichen kommt, weil dort wegen Corona Tafeln geschlossen haben. Wildeisen: "Wir machen solange weiter, wie wir genügend Mitarbeiter und genügend Ware haben." Weil etwa die Hälfte der 120 ehrenamtlichen Helfer, die mitmachen, zur Risikogruppe gehören, hat die Tafel nicht so viel eigenen "Manpower". "Wir haben aber von außen viel Zuspruch bekommen", sagt Wildeisen. "Es kamen beispielsweise ganz viele Studenten der Technischen Universität und haben mitgeholfen."

Die Harburger Tafel kann Spenden gut gebrauchen. Zwar arbeiten die Helfer ehrenamtlich. Die gespendeten Waren müssen aber abgeholt werden. Dafür muss die Harburger Tafel drei Fahrzeuge unterhalten. zv