Belobigung

Wilhelmsburg - Polizeipräsident Ralf Martin Meyer ist froh, dass es Menschen wie Mario Husock und Erminio Rasile gibt. Durch sie konnte der Vergewaltiger,

der drei Frauen im Bereich um die Wilhelmsburger Reichsstraße missbrauchte dingfest gemacht werden. "Wer weiß, wie viele Taten es sonst noch gegeben hätte", sagt Meyer.

Die beiden Wilhelmsburger haben ganz nach seinem Geschmack gehandelt. Sie hatten einen Verdacht und haben kurzerhand die Polizei gerufen. "Mir ist der Mann aufgefallen, weil er sehr sportlich gekleidet war, aber keinen Sport gemacht hat", erzählt Husock, der an dem Morgen seinen Labrador "Meylo" ausführte. Als er eine halbe Stunde später wieder an der Stelle vorbei kam, wollte er sich den Mann, der ein Kapuzenshirt trug, näher angucken. In dem Moment kam ihm eine junge Joggerin entgegen. "Der Mann hat sofort seine Richtung geändert und ist ihr hinterher gelaufen. Das hat mich gewundert", sagt Husock. Er ist hinterher. "Als er mich bemerkt hat, hat er die Richtung gewechselt."

"Ich war mir unsicher, ob es der Gesuchte ist", so Husock. Er wusste von der Fahndung und den Plakaten, die in der Gegend hingen. "Ich wollte noch eins suchen und durchlesen, ob die Beschreibung stimmt", sagt er. Da kam ihn sein Nachbar Rasile entgegen, der ebenfalls mit seinem Hund, einen Jack Russell Terrier, unterwegs war. Auch dem 66-Jährigen war der Mann bereits aufgefaller. "Ich habe ihn schon öfter in der Gegend gesehen", sagt Rasile. "Wenn man ihn anschaute, merkte man, dass er nicht erkannt werden wollte." auch die Beschreibung passte. Nach kurzer Beratschlagung rief er die Polizei. Die stellte den Verdächtigen, bei dem es sich um einen 28 Jahre alten Albaner handelt. Er hatte anschließend die Taten gestanden.

Beide Männer bekamen vom Polizeipräsidenten ein kleines Pärsent und Freikarten für das Jubiläumskonzert des Polizeiorchesters in der Laeiszhalle, das am 25. September stattfindet. Meyer: "Beide haben nicht nur der Polizei geholfen eine Serie von Taten aufzuklären. Sie haben auch dafür gesorgt, dass sich die Frauen in der Gegend wieder sicherer fühlen können." zv