Harburg - Großer Bahnhof im großen Sitzungsaall des Harburger Rathauses für Günter Sellmann. 109 Gäste, darunter viele Weggefährten und

Kollegen aus der Polizei, Familie, aber auch Politiker verabschiedeten den Harburger Polizeichef in den Ruhestand. Neun Jahre lang hatte Sellmann die Polizeiwache 46 geleitet. Erstmals in Harburger Rathaus war Polizeichef Ralf Martin Meyer. Er zeigte sich vom Rathaus beeindruckt. Gekommen waren auch Innenstaatsrat Bernd Krösser, Hartmut Dudde, Chef der Schutzpolizei oder Frank-Martin Heise, Leiter des Landeskriminalamtes. Unter den Gästen war auch Senatorin Dr. Melanie Leonhard, zu der Sellmann einen engen Kontakt hatte, und mit der er "viele gute Gespräche" verbindet.  Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen schaute ebenso rein, wie SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath, CDU-Mann Rainer Bliefernicht, der über die Sicherheitskonferenz regelmäßig Kontakt zu Sellmann hatte, Britta Herrmann, Fraktionschefin der Grünen, oder Carsten Schuster von der FDP.

"Ich hatte zwar einen Kloß im Hals", verrät Sellmann. "Aber mir fiel meine Abschiedsrede leichter als gedacht. Beim Üben hatte ich mich öfter verhaspelt." Geredet wurde noch viel. Dann gab es die Entlassungsurkunde aus den Hände von Vize-Polizeipräsident Wolfgang Brand. Beide waren Lehrgangskollegen bei der Ausbildung zum höheren Dienst. Brand überreichte dann noch das Wappen der Wache 46 an Sellmanns Nachfolger Dirk Noetzel. Der ist noch Chef der Wache 25 und hat in ein paar Tagen dort sein Abschiedsspiel. Die Wache ist für das HSV-Stadion zuständig. Am Wochenende leitet er den Einsatz, wenn der HSV auf Arminia Bielefeld im nahezu ausverkauften Stadion trifft. "Danach habe ich ein paar Tage Urlaub", sagt Noetzel. Am 11. Februar wird er dann seinen Dienst in Harburg antreten. zv

Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. Foto: André Zand-Vakili


Senatorin Dr. Melanie Leonhard im Gespräch mit Sellmann und dessen Nachfolger Noetzel. Foto: André Zand-Vakili


Der Chef der Schutzpolizei, Hartmut Dudde (mitte) mit Birgist Rebuschat, Personalchefin der Hamburger Polizei und Neugrabens Revierführer Thomas Preßler. Foto: André Zand-Vakili