Harburg – Die Harburger CDU trauert um Ernst Hornung. Der frühere Fraktionsvize in der Bezirksversammlung ist bereits am vergangenen Freitag im Alter

von 78 Jahren in einem Pflegeheim in Lüneburg gestorben. Der Heimfelder war ein überzeugter Wertkonservativer. Als er einmal als Hardliner bezeichnet wurde, schmunzelte Hornung nur und entgegnete: „Besser als ein Weichei.“

Nach der Jahrtausendwende, als seine Partei eine Zusammenarbeit mit den Grünen nicht mehr kategorisch ablehnte, war Hornung an vorderster Front dabei – nicht nur in Harburg, von 2004 bis 2008 war er auch Mitglied des CDU-Landesvorstands.

Hornung engagierte sich darüber hinaus in vielen Ehrenämtern. So betreute er Strafgefangene und wirkte als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht. Vor allem aber übernahm das ehemalige Vorstandsmitglied der ESSO Betriebskrankenkasse Verantwortung im Bundesverband der Betriebskrankenkassen sowie im Verwaltungsrat des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen. Schließlich war er auch Mitglied des gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten , Krankenkassen und Krankenhäusern.  Im kleinen Kreise erzählte Hornung damals: „Ich bin der Schrecken eines jeden Bundesgesundheitsministers.“

Auf jeden Fall muss er Eindruck gemacht haben, denn 2013 erhielt er aus den Händen der Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks, das Bundesverdienstkreuz.
Wenig später erkrankte Hornung, zog sich aus der aktiven Politik zurück, blieb aber freundschaftlich verbunden mit dem langjährigen CDU-Kreisvorsitzenden Ralf-Dieter Fischer. ag