Harburg – Die Polizei hat am Donnerstagabend drei rasende Paketzusteller aus dem Verkehr gezogen. Nachdem sich zwei Paketzusteller in ihren Transportern unter Gefährdung des Straßenverkehrs ein verbotenes Fahrzeugrennen geliefert haben, konnten diese durch Polizeibeamte angehalten und deren Führerscheine eingezogen werden. Einen weiteren Paketzusteller erwartet ein Fahrverbot und ein hohes Bußgeld, nachdem er mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr.

Zivile Polizeibeamte der Verkehrsdirektion Innenstadt/West waren am gestrigen Abend mit ihrem zivilen Funkstreifenwagen, der über die ProViDa-Messtechnik (Proof-Video-Data System) verfügt, im Süden Hamburgs tätig.

Auf der Straße An der Alten Süderelbe wurden die zivilen Polizeibeamten auf zwei mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit hintereinanderfahrender VW-Crafter aufmerksam.

Sie nahmen die Verfolgung auf und dokumentierten eine Spitzengeschwindigkeit von Tempo 110 anstatt der erlaubten 60 km/h. Das verbotene Fahrzeugrennen mit teils riskanten Überholmanövern konnte durch die Polizeibeamten beendet werden.

Gegen beide rumänischen Fahrer (20 und 24 Jahre alt) wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des verbotenen Fahrzeugrennens und wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Die Führerscheine der beiden Beschuldigten wurden sichergestellt. Sie erwarten eine empfindliche Geldstrafe und eine längere Fahrerlaubnissperre.

Kaum waren die zivilen Polizeibeamten nach dem Einsatz wieder auf Streife, bemerkten sie den nächsten rasenden Paketzusteller. Der Fahrer hatte es auf der B75 Richtung Harburg anscheinend eilig. Die Messung der Polizisten ergab eine Geschwindigkeit von 142 Stundenkilometern bei zulässigen Tempo 80.

Neben einem zweimonatigen Fahrverbot und zwei Punkten im Fahreignungsregister muss der 25-jährige Mann mit 1.200 Euro Bußgeld rechnen.
Die weiteren Ermittlungen werden bei der Verkehrsdirektion Innenstadt/West geführt und dauern an. (cb)