Harburg - Zum neunten Mal wurde der Harburger Nachhaltigkeitspreis vergeben. Der erste Preis in Höhe von 2.500 Euro ging an das Projekt Das Nanopflaster – Eine Idee zum Erhalt unserer Brücken des Instituts für Metall- und Verbundbau von der Technischen Universität Hamburg. Es handelt sich um eine neue Sanierungsmethode zur fünf- bis sechsfachen Steigerung der Lebensdauer von Brücken ohne weiteren Stahlverbrauch und lange Wartungszeiten. Da die Betonindustrie ein extrem großer CO2-Produzent ist, entlaste das "Nanopflaster" entsprechend die Umwelt und schone Ressourcen, so die Jury. Zudem, so die Jury sei „diese Form der Sanierung sehr wirtschaftlich und langlebig".
 
Den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro erhielt das Projekt Unverpackt Süderelbe der Unverpackt Süderelbe GbR. Dahinter verbirgt sich ein verpackungsfreier Marktstand für trockene Lebensmittel, Kosmetik und Reinigungsartikel auf dem Harburger Marktplatz und in Neugraben. Laut Jury ist das Konzept „Unverpackt“ in Hamburg zwar nicht neu, sehr wohl aber im Raum Harburg. Die Jury-Mitglieder betonten neben dem großen ökologischen Aspekt vor allem den „Abstrahleffekt“. Denn dieser Marktstand rege zum Nachdenken und zur Vermeidung von Plastiktüten an.
 
Über den dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro konnte sich die Obdachlosenherberge Harburg-Huus des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Harburg freuen. Mit dem Projekt SUMM SUMM SUMM – ökologisch, sozial, nachhaltig: Bienenwachstücher für und von Obdachlosen setzt sich das Harburg-Huus für einen gesunden, plastikfreien, wiederverwendbareren und handgemachten Schutz für frische Lebensmittel ein, der auch in der Nachbarschaft und beim Leben auf der Straße zum Einsatz kommen kann. Zusätzlich zur dieser ökologischen Dimension hob die Jury eine wichtige soziale Komponente hervor. Denn das Harburg-Huus bietet Obdachlosen nicht nur eine Bleibe, sie dürfen auch ihren Hund mitnehmen. dl