Landkreis Harburg - Mit einem aufwendigen Schutzprogramm ist es im Landkreis Harburg gelungen einen besseren Schutz für den Kiebitz zu erreichen. Der Vogel ist ein Bodenbrüter. Viele Gelege liegen in landwirtschaftlich genutzten Bereichen und werden dadurch Arbeiten auf den Feldern oder den Einsatz von Pestiziden zerstört. Das hat zur Folge, dass die Bestände bundesweit stark zurückgegangen sind und sich nicht mehr selbst erholen können.

Das Kiebitzschutzprogramm im Landkreis sieht vor, dass die Kiebitznester lokalisiert werden. Dafür wurde eine Vogelkundlerin eingestellt. Liegen die Gelege im Bereich landwirtschaftlich genutzter Flächen, nimmt sie Kontakt zu den Landwirten auf. Die nehmen die Fläche aus der Bewirtschaftung oder sammeln die Kücken während des Einsatzes von Mascbinen aus den Nestern, um sie später wieder auszusetzen.

In diesem Jahr konnten so die Eier von 14 Brutpaaren gerettet werden. Die Landwirte, die mitmachen, werden finanziell für den Mehraufwand und den Ertragsausfall entschädigt. zv