Harburg - Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, 29. August, einen neuen Vortrag in der Reihe "Schaufenster der Geschichte". Diesmal wird Professor Dr.-Ing. Dittmar Machule, der 1982 bis 2007 an der Technischen Universität Hamburg Stadtplanung und Stadtbaugeschichte lehrte und in Harburg ansässig ist, über die Wandlung eines Ortes der einstigen militärischen Ausbildung hin zur Lernstätte einer technik- und zukunftsorientierten Universität berichten.

Das Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg in exponierter Lage auf dem Schwarzenberg besteht aus der historischen Bausubstanz einer Pionierkaserne und zwei Ergänzungsbauten. Die Bauarbeiten begannen 2010 mit einer Grundsanierung  bei der die Kaserne größtenteils entkernt und die Lücke im Ostteil mit einem würfelförmigen Neubau gefüllt sowie im Westen der historische Teil mit einem quaderförmigen Anbau ergänzt wurde.

Das Gebäudeensemble aus der Mitte des 19. Jahrhunderts erzählt als steinernes Relikt des deutschen Militarismus von einem wichtigen Kapitel Harburger Geschichte. Wie wurde aus einem Ort militärischen Drills eine innovative und zukunftsorientierte Bildungseinrichtung? Welche Bedeutung hatte die Gründung der TUHH 1978 als Motor für die Stadtentwicklung südlich der Elbe, und welchen Wandel erlebte Harburg mit ihr?

Anschaulich zeigt Professor Dittmar Machule auf, wie der Umgang mit der Pionierkaserne auch stellvertretend für die entstehenden Spannungen und Emotionen im Wandel eines Stadtteils und im Umgang mit der jüngsten Geschichte steht.

Der Vortrag findet im Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausstraße 5, statt. Beginn ist um 18 Uhr. Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.  (cb)