Heimfeld - Dreist und dumm. So ist ein 19-Jähriger vorgegangen, der mit den bei einem Festival im Juni gestohlene Ausweisen eines 22-Jährigen Missbrauch trieb. 500 Euro wollte er für die Rückgabe der Papiere haben, mit denen vorher Betrügereien begangen wurden. Seine Drohung: Die Personalien des Opfers würden sonst weiter für Straftaten benutzt.

Es waren vor allem Bestellungen im Internet oder der Abschluss von Handyverträgen, für die die Personalien des Bestohlenen missbraucht wurden. Zahlreiche Betrügereien dieser Art liefen in den letzten Wochen auf. Vor wenigen Tagen bekam das Opfer dann eine Mitteilung, in der seine Papiere zum Rückkauf angeboten wurden. Ansonsten würde weiter auf seinen Namen bestellt werden.

Wie schon nach dem Diebstahl schaltete der 22-Jährige die Polizei ein. Zum Schein ging er dann auf die Forderung ein. Die Übergabe der Papiere am S-Bahnhof Heimfeld am Montagnachmittag wurde von der Polizei "eng begleitet". Als der 19-Jährige erschien, klickten die Handschellen.

Der Festgenommene ist der Polizei bereits bekannt. Wegen zahlreicher ihm zugerechneter Straftaten wird Baris E. bereits als Intensivtäter geführt. Jetzt wird gegen ihn wegen Erpressung ermittelt. Für die Kripo stehen weitere Ermittlungen an. Es muss nachgewiesen werde, dass die Betrugstaten und der Diebstahl auch von dem 19-Jährigen begangen wurden. Der ist erstmals aus dem Verkehr gezogen worden. Gegen ihn wurde Haftbefehl beantragt. zv