Harburg - Es scheint so, als wenn Sparta Futsal HSC gerade alles gelingen würde. Von den letzten sieben Pflichtspielen wurden sechs gewonnen. Lediglich gegen den deutschen Rekordmeister, HSV-Panthers, wurde ein Punktspiel verloren. Vor allen in den letzten beiden Spielen konnte Sparta beeindruckend unter Beweis stellen, dass es sich technisch und taktisch enorm weiterentwickelt hat. So wurde zunächst Werder Bremen in Bremen mit 12:2 deklassiert. Das Harburger Team ließ den Jungs von Werder keine Chance und hätte sogar noch höher gewinnen können. Werder Bremen ist damit aus der Regionalliga Nord so gut wie abgestiegen.

Am letzten Wochenende gelang Sparta der erste Sieg gegen den zweit- platzierten FC  Forties, die mit den Panthers zusammen im letzten Jahr am Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft teilnahmen. Sparta gewann in der Wandsbeker Sporthalle vor rund 200 Zuschauern in einem dramatischen Spiel mit 7:5.

Wie emotional das Spiel sich für beide Seiten entwickelte, zeigt sich auch daran, dass Sparta – Urgestein Ahmed Mhamdi die Rot-Gelbe Karte bekam und damit im nächsten Spiel fehlen wird. Der Trainer, Juval Karanikas, war über diverse Schiedsrichterentscheidungen so empört, dass er seine Taktiktafel auf den Boden warf und den Rest des Spiels von der Tribüne aus verfolgen durfte. Dazu Thomas Thomsen, Futsal-Vorstand: „Das Spiel war schon sehr aufregend. Unser Trainer ist normalerweise ein ziemlich kontrollierter Typ, der eigentlich nie die Contenance verliert.“

Am Ende freuten sich die Sparta-Spieler und Verantwortlichen über diesen Sieg. Ein direkter Abstieg ist jetzt nicht mehr möglich, der Abstand zu den Relegationsplätzen ist genauso groß wie zum 2. Tabellenplatz, der zur Teilnahme am Viertelfinale zur deutschen Meisterschaft berechtigt. Juval Karanikas: „Wir haben noch vier Punktspiele und sind gerade in einer überragenden Form. Alle meine Spieler versprühen Leidenschaft und Stärke. Wir sind krasser Außenseiter für Platz 2, aber wir werden wie die Löwen kämpfen, um unseren Traum vom Viertelfinale wahrzumachen.“  (cb)