Kurzmeldungen

Mit dem Holger-Cassens-Preis ist in diesem Jahr das Löwenhaus belohnt worden. In der ASB-Einrichtung in der Kalischerstraße im Phoenixviertel werden täglich bis zu 50 Kinder mit warmen Essen versorgt oder man hilft ihnen bei Hausaufgaben.
Der Preis wurde erstmals durch die Mara und Holger Cassens Stiftung in Kooperation mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Vom 25. November 2009 bis zum 2. Dezember 2009 können sich interessierte Harburger im Rathaus über die geplante Wohnbebauung auf der Schlossinsel informieren. Zu sehen sein werden Planungen der Firma Lorenz + Partner Projektentwicklung GmbH, die sich für den Bau des gesamten Quartiers verantwortlich zeichnet. Auf dem fast zwei Hektar großen Areal ist hochwertige Kombination aus Leben und Wohnen sowie die Errichtung einer modernen, tideunabhängigen Marina geplant. Die zukünftigen Bewohner erwartet ein urbanes Quartier mit maritimen Flair und Liegeplätzen für private Boote direkt für der Haustür. Die kostenlose Ausstellung kann montags – donnerstags von 8.00 bis 17.30 Uhr und freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr besucht werden. dl

Mit einem Dringlichkeitsantrag für die kommende Sitzung der Bezirksversammlung am Dienstag fordert die FDP-Fraktion ein Aufschub für die Umsetzung des kurz vor der endgültigen Verkündung stehenden Schulentwicklungsplanes. „Nach den Entwicklungen im Zusammenhang mit dem kürzlich erfolgreichen Volksbegehren zur Primalschulreform wäre eine zeitnahe Umsetzung des im Entwurf vorliegenden Schulentwicklungsplanes wäre in mehrfacher Hinsicht völlig unverantwortlich,“ meint der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Immo G. von Eitzen. Es sei unklar, ob und wie weit die schulpolitischen Rahmenvorgaben, die die Vorarbeit zum Plan durch die Regionalen Schulkonferenzen bestimmten, noch weiteren Bestand hätten. Zudem gäbe es keine belastbaren Analysen, ob und wie weit mögliches Kompromißlösungen in die erarbeiteten Pläne integriert werden könnten. Als „brandgefährlich“ stuft von Eitzen eine bis zum Sommer 2010 erfolgende wesentliche Umsetzung der Planungen des Schulentwicklungsplans auch angesichts der sehr realistischen Möglichkeit eines Stopps der gesamten Primarschulreform durch einen Volksentscheid ein. Nach seiner Einschätzung wäre als Folge der dann geschaffenen bedarfswidrigen neuen Schulstruktur ein geordneter Lehrbetrieb an den meisten Harburger Schulen nicht mehr zu gewährleisten.
„Selbst überzeugte Primarschulbefürworter können doch kein redliches Interesse daran haben, für den nicht unwahrscheinlichen Fall ihres Scheiterns im Rahmen der Volksgesetzgebung zu Lasten mindestens eines ganzen Schülerjahrganges in den Harburger Schulen verbrannte Erde zu hinterlassen,“ sagt von Eitzen. Wirklich stoppen kann die Bezirksversammlung die Reform nicht. sie hat bei der zuständigen Behörde lediglich eine "beratende Funktion".  dl
Der Sturz eines 47 Jahre alten Mannes aus dem ICE 786 im Bahnhof Harburg beschäftigt die Bundespolizei. Die Ermittler können sich bislang nicht erklären, wie der Mann aus dem Zug fallen konnte. Opfer Klaus G. konnte nicht vernommen werden. Der Mann liegt mit schwersten Kopfverletzungen im Krankenhaus.
Am Freitagabend gegen 20 Uhr hatte eine Frau den Mann leblos auf dem Bahnsteig am Gleis 3 liegen sehen. Zu dem Zeitpunkt, so sagte die Zeugin später bei der Bundespolizei aus, rollte der ICE noch ein. Die Polizisten stellten fest, dass am Zug die Scheibe einer Notausgangstür fehlte. Außerdem wurde das Gepäck des Mannes in einem Abteil gefunden.
Bislang ist völlig unklar, was sich in dem ICE abspielte. Frank G., so die Erkenntnisse der Polizei, wollte bis Altona fahren. Hinweise auf eine psychische Erkrankung oder Suizidabsichten des Mannes gibt es nicht. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch völlig ungeklärt, wie der 47-Jährige aus dem ICE auf den Bahnsteig gelangt ist. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen“, sagt der Sprecher der Bundespolizei, Rüdiger Carstens. Wer Hinweise zu dem Fall geben kann, möchte sich unter Telefon 040/66 99 50 55 55 melden. zv
Bei Bauarbeiten ist am Montagvormittag an der Neuwiedenthaler Straße auf der dortigen Baustelle eine Sprenggrante aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Polizei sperrte den Fundort ab. Ein Sprengmeister der Feuerwehr rückte an. Das Geschoss vom Kaliber 2 cm wurde zur Vernichtung abtransportiert. zv
Ein zwölf Jahre altes Mädchen ist am Freitagmorgen bei einem Verkehrsunfall auf dem Finkenwerder Norderdeich verletzt worden. Sie war vor den Wagen einer 23-Jährigen gelaufen. Die hatte trotz Vollbremsung ihr Fahrzeug nicht schnell genug zum Stehen gebracht und das Kind erfasst. Mit Bein- und Hüftverletzungen kam die Schülerin ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht für das Mädchen nicht. dl 
Bei gezielten Sucharbeiten haben Mittwochvormittag Kampfmittelräumer am Obergeorgswerder Bogen nahe der A1 auf dem Gelände, auf dem ein Logistik-Zentrum von Kühne & Nagel entstehen soll, eine britische PIAT-Panzerabwehrgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Das nur 1,3 Kilo schwere Geschoss konnte nicht abtransportiert werden. Gegen 12 Uhr wurden die Granate direkt am Fundort gesprengt. Die nahe A1 war deswegen von 11.50 Uhr bis 12.05 Uhr gesperrt. zv

Ab dem 1. Januar gelten neue Strompreise für Privat- und Gewerbekunden von Vattenfall. Wesentlicher Grund für die höheren Strompreise sind laut Vattenfall die steigenden Kosten der erneuerbaren Energien. In der Grundversorgung zahlen Privatkunden 4,4 Prozent mehr für ihren Strom, Gewerbekunden sogar 8,9 Prozent. Der monatliche Grundpreis bleibt stabil. Einem Durchschnittshaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 2.500 Kilowattstunden entstehen im Grundversorgungstarif Basis so Mehrkosten von rund 2 Euro pro Monat.
Das Unternehmen reagiert mit der Preiserhöhung nach eigenen Angaben auf steigende Kosten, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehen. Diese hätten sich seit der letzten Preiserhöhung von Vattenfall im Jahr 2007 verdoppelt. Die Förderung der erneuerbaren Energien hat den Strompreis in den letzten drei Jahren um 5-6 Prozent verteuert. Das EEG sichert den Betreibern beispielsweise von Windkraft- oder Solaranlagen feste Einnahmen für den von ihnen erzeugten Strom. Das Geld dafür zahlen die Stromkunden über ihren jeweiligen Energieversorger.er auch der Anteil von Steuern und Abgaben hat zur Verteuerung der Energie beigetragen. Er lag 1998 bei 25 Prozent. In diesem Jahr liegt er bei rund 40 Prozent. dl