Harburg – Der Kulturkiosk in der Blohmstraße ist seit einigen Tagen nicht wiederzuerkennen: Er sieht jetzt aus, wie ein wildes Tier mit großen Augen und scharfen Zähnen. Und dort, wo die Kioskluke war, gibt es jetzt eine kleine Tastatur mit zehn bemalten Tasten und eine Art Monitor, auf dem nach dem (vorsichtigen) Drücken eine der Tasten Kunst zu sehen und zu hören ist.

Hintergrund der Verwandlung: Im Rahmen des Projekts City-Loop Machine #2 ist eine interaktive Kunstinstallation von Gunther Schumann in Zusammenarbeit mit dem Kulturkiosk Blohmstraße entstanden.

Hierfür wurden lokale Umgebungsgeräusche aufgenommen und in eine interaktive audiovisuelle Installation eingebunden. Diese kann von Besucher mit Hilfe eines Drumpads selbst bedient werden. „Ziel ist es, den Kiosk als Kunstinstallation sichtbar im öffentlichen Raum zu inszenieren und Passanten dazu einzuladen, ihre gewohnte Stadtumgebung neu zu entdecken“, sagt Petra Kohlase-Müller vom Kulturkiosk.

City-Loops ist im Rahmen des Masterstudiums von Gunther Schumann an dem HAW-Hamburg im Bereich Grafische Erzählung entstanden. Hierbei ging es darum, sogenannte Nicht-Orte für künstlerische Ausstellungen umzunutzen. Das sind im weiteren Sinne Orte im öffentlichen Raum, wie etwa leerstehende Wartehallen oder Unterführungen, die selten zum Verweilen einladen.

Die Ausstellung ist noch bis zum Sonnabend, 22. Oktober, zu sehen.  (cb)