Harburg - Seit Anfang des Jahres steht die Finanzierung des Habibi Ateliers auf der Kippe und das, obwohl seine Künstler und Helfer seit 2015 jedes Jahr einen wichtigen Beitrag zur Kulturarbeit und Obdachlosenhilfe in Harburg leisten.

Wie und ob es im nächsten Jahr weitergeht, steht noch nicht fest. Bislang wurde das offene Kunstprojekt in den Harburg Arcaden vom Bezirk mit 43.000 Euro pro Jahr unterstützt.  Damit soll Schluss sein. Ab Januar gibt es keine Perspektive.

Ausgerechnet in diesen schwierigen Zeiten haben die Künstler um Sladan Kristicevic, genannt Sly, die bislang größte Ausstellung des Habibi-Ateliers auf die Beine gestellt: Auf 500 Quadratmetern in den ehemaligen Stilbruch-Räumen zeigen 25 Künstler und Kunstgruppen ihre Arbeiten. Ein großes Lob geht in Richtung Centermanagement, das die Räume kostenfrei für die zweimonatige Ausstellung zur Verfügung stellt.

Die Ausstellung „Unser Land“, greift die Themen Flucht, Inklusion und Zukunft auf. „Diese Ausstellung macht die Erfahrungen und Erlebnisse der Menschen in unserem Umfeld sichtbar und lässt Zäune einreißen, wo andere sie beständig aufbauen“, sagt Sly und fügt hinzu: „Die Besucher erwartet eine Reise durch labyrinthartig angeordnete Räume, in denen es verschiedenste Installationen zu entdecken gibt.“

Sly hofft, dass viele Gäste heute Abend um 17 Uhr zur Vernissage kommen werden. „Auch die Vertreter der Harburger Politik sind herzlich zur Vernissage eingeladen, sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen“, sagt Sly.

Die Ausstellung wird vom 19. September bis 19. November im Obergeschoss der Harburg Arcaden gezeigt. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonnabend, 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.  (cb)

Mit dabei ist auch das Harburg Marketing: Louisa Knipschild mit einer Collage aus den vergangenen Jahren. Foto: Christian Bittcher