Heimfeld – Zufriedene Gesichter bei der SuedArt22: Harburgs Kunstszene wächst, und das spiegelte sich am Wochenende wider, als die Friedrich-Ebert-Halle zur Kunstmeile wurde.

Das 2. Harburger Kunstfest „SuedArt“ hatte mehr als 40 Künstler aus Harburg und dem Umland zur Leistungsschau versammelt. Ort des Geschehens waren die Foyers der Friedrich-Ebert-Halle, die weiträumig den Interessierten viel Raum zur Betrachtung boten. Statt dicht gedrängter Kunst war Platz und gutes Licht bei angenehmen Temperaturen und auch Zeit und Raum für Gespräche und einen guten Austausch.

„Das ist ein ganz wunderbarer Ort für diese Veranstaltung“, sagte auch Petra Hagedorn, die auch als Moderatorin durch die Kunstsalon-Gespräche führte, gegenüber harburg-aktuell.

Die Saaltüren der eigentlichen Halle verschwanden hinter eigens aufgestellten Wänden und an Kunst jeder Art und Form mangelte es nicht. So war schon im Eingangsbereich eine große Plastikwand aus Figuren und allerlei skurrilen Alltagsgegenständen des Harburger Habibi Ateliers ein eyecatcher, der die Umweltzerstörung und unseren Umgang mit Ressourcen anmahnte.

Daneben Werke einer Studierendengruppe der in Harburg ansässigen Medical School Hamburg, an der man Kunst studieren kann. Auch die Skulpturen und Werke der Künstlergruppe wattenbergArt fielen durch Farm, Farben und Materialien auf. Der gesamte Foyer-Bereich verwandelte sich in eine große Galerie der unterschiedlichsten Kunststile.

Im 1. Stück überraschten dann das Künstlerduo „well wired team“ mit Draht- und Lichtinstallationen und luden zum Staunen und Filmen per Smartphone (Foto).

Im Untergeschoss hingegen bot die SuedArt ein Rahmenprogramm mit Kunstgesprächen, die vor allem Kunstorte Harburgs in Augenschein nahmen. Besonders gut kamen dabei die Gespräche von Moderatorin Petra Hagedorn mit Bert Antonius Kaufmann, kaufmännischer Leiter der Deichtorhallen/ Falckenberg-Sammlung wie auch mit Rudolf Klöckner vom urban art institut an, der Hintergründe zur Harburger Open-Air Galerie „walls can dance“ erläuterte. Gute Nachricht: Ein interessierter Hausbesitzer war derart angetan, dass eine Erweiterung der Galerie wohl in Aussicht steht.  (cb)

Eindrucksvoll: Eine große Plastikwand aus Figuren und allerlei skurrilen Alltagsgegenständen des Harburger Habibi Ateliers, der die Umweltzerstörung und unseren Umgang mit Ressourcen anmahnte. Foto: Christian Bittcher

Gruppenfoto aller beteiligten Künster vor der Ebert-Halle. Foto: C. Jockel