Harburg - Der Vorgang selbst erstaunt. Mittwochabend haben sich Spitzen der Harburger SPD im Rieckhof mit dem Trägerverein und Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen getroffen. Das Thema: Der Quasi-Rauswurf des Trägervereins.

"Das Gespräch war fair und sachlich", so Hansen. Ähnlich äußert sich Sören Schumacher, Bürgerschaftsabgeordneter und Teil der dreiköpfigen SPD-Abordnung. "Es war ein produktiver und guter Dialog", so Schumacher.

Allerdings wurde in der Sache selbst nichts bewegt. Damit hält Harburgs SPD-Spitze an ihrer Position, die Verwaltung bei einer Neuausschreibung der Trägerschaft zu unterstützen, fest. Es sei aber ein weiterer Gesprächstermin vereinbart worden, hieß es von beiden Seiten.

Dass sich der Fraktionsvorsitzende Frank Richter, die Fachsprecherin für Kultur, Natalie Sahling und der Bürgerschaftsabgeordnete Sören Schumacher sich zu dem Treffen entschlossen haben, ist an sich schon bemerkenswert,  da die Zukunft des Rieckhofs nach Ansicht der Verwaltung nicht Sache der Politik ist.

Ein Hintergrund für den Gesprächsbedarf dürfte die Unzufriedenheit innerhalb der Harburger SPD mit dem Gebaren ihrer lokalen Spitzen und der Verwaltung sein.

Nach Informationen von harburg-aktuell gibt es innerhalb der SPD erhebliche Vorbehalte gegen den Plan, den sich die Verwaltung und lokale SPD-Spitze in Sachen Rieckhof auf die Fahnen geschrieben hat. Denn die SPD hat als treibende Kraft den Rieckhof ins Leben gerufen und über Jahrzehnte den Kurs des Trägervereins unterstützt.

Nichts hört man dagegen von den Grünen, die in Sachen Rieckhof mindestens als ebenbürtige Strippenzieher gelten. Die stellen sich tot. zv