Jobmann

Harburg - Der Rieckhof ist in seiner jetzigen Form, geht es nach dem Bezirksamt, Geschichte. Gegenüber harburg-aktuell beschreibt Dr. Anke Jobmann, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit im Bezirksamt Harburg, was von Seiten der Verwaltung geplant ist.

Dass der Rieckhof in erster Linie Sache der Harburger Verwaltung ist, daran lässt Jobmann keinen Zweifel. "Das Gebäude gehört zum sogenannten Verwaltungsvermögen des Bezirks. Das Geld für den Betrieb kommt aus dem Einzelplan des Bezirksamtes", so Jobmann. Das ist Geld, über dessen Verwendung die Politik nicht entscheidet.

Das Ziel ist für die Verwaltung klar. Aus dem bisher als Veranstaltungszentrum wahrgenommenen Rieckhof soll ein Bürgerhaus werden. Richtlinie sei dabei laut Jobmann die "Förderrichtlinie für Bürgerhäuser". Man hat aber auch ein wenig konkretere Vorstellungen. "Es soll ein Ort für Begegnungen werden", sagt Jobmann.

Und auch das: Die 2016 von Politik und Verwaltung ausgegebene Leitlinie für Harburg "Zusammenleben in Vielfalt", hinter der sich ein Integrationskonzept für Ausländer in Harburg verbirgt, soll laut Jobmann eine große Rolle spielen. Die Dezernentin erhofft sich, dass sich dann in dem Bürgerhaus Menschen aus Gruppen treffen, die bislang wenig Berührungspunkte haben. Aber auch Veranstaltungen wie bisher soll es geben.

Wie das genau erreicht werden soll, sei Sache des zukünftigen Trägers, der von einer Jury aus Politik und Verwaltung ausgesucht und für immer fünf Jahre bestimmt werden soll. Im Sommer soll eine entsprechende Ausschreibung fertig sein. Dann haben Bewerber drei Monate Zeit Konzepte einzureichen. Ziel sei es, "neue Ideen" zu bekommen.

Jobmann ist sich sicher, dass sich jemand finden wird, der diese Richtung im Rieckhof umsetzen will. Das kann sie auch. Der Rieckhof ist gut mit finanziellen Mittel bedacht und auch wegen seiner vier festen Ganztagsstellen lukrativ.

Mit den Vertragspartnern, wie Stromlieferanten, aber auch den Elbewerkstätten, die als eine Art Inklusionsprojekt die Rieckhof-Kneipe betreiben, sollen Gespräche geführt werden. Man habe Kontakt aufgenommen. Dass die Elbewerkstätten weiter eingebunden bleiben, sei "ganz wichtig".

Dafür, dass der Verwaltung nach 37 Jahre einfällt, dass das Veranstaltungszentrum eigentlich ein Bürgerhaus ist und dringend eine Neuausrichtung braucht, hat Jobmann ebenfalls eine Erklrärung. Zwei der vier Mitarbeiter, darunter Geschäftsführer Jörn Hansen, erreichen demnächst das Pensionsalter. "Was dort ansteht ist eine Zäsur", sagt Jobmann. Auch weil der Umbau erfolgt. Deshalb sei aus Sicht der Verwaltung jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Neuausrichtung. zv