Harburg - Die Harburger Museumsachse ist um ein Juwel reicher: Eine lebensgroße Bronzeskulptur des bekannten Hamburger Bildhauers Fritz Fleer aus dem Jahr 1958 hat ihre neue Heimat am Thörl-Brunnen auf dem Museumsplatz direkt vor dem Stadtmuseum Harburg gefunden. Die Skulptur wurde im Beisein aller Akteure, die die Aufstellung ermöglicht haben, eingeweiht.

An der Kennedybrücke steht eine und auch an den Grindelhochhäusern. Ebenso an der U-Bahn-Station „Rauhes Haus“ und in einem Park in Langenhorn. Die Rede ist von den lebensgroßen Bronzeskulpturen des bekannten Hamburger Bildhauers Fritz Fleer. Nun hat auch Harburg eine solche beeindruckende Bronzeskulptur des Künstlers. Sie  thront in Gestalt einer Knabenfigur ab sofort am Thörl-Brunnen über dem Museumsplatz mit Blick auf die Museumsachse.

Einen Namen machte sich Fritz Fleer (1921- 1997) in Hamburg seit den 1950er-Jahren mit vielen Arbeiten im öffentlichen Raum und zur Kunst am Bau. 1966 erhielt er den Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. So wie die neue Bronzeskulptur am Museumsplatz zeigen viele seiner Werke Männer und Frauen als stilisierte und reduzierte Archetypen, die formal streng und klar gestaltet sind. Neben diesen Skulpturen schuf er auch Portraitbüsten und Sakralkunst, die in etlichen Hamburger Kirchen noch heute zu finden ist. Seine Arbeiten prägen bis heute das Hamburger Stadtbild.

Die Fritz Fleer-Bronzeskulptur vom Museumsplatz (Foto links) stand zuvor in Wandsbek auf einem Schulgelände, musste dort wegen eines Umbaus weichen und wurde nach Harburg gebracht. Die Aufstellung der Skulptur ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele engagierte Kulturfreunde Hamburgs mitgewirkt haben. Die Planung und Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den Bezirksämtern in Harburg und Wandsbek und dem Museum. Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Museums dankte bei der Einweihung der Skulptur den Beteiligten für ihr Engagement.

„Kunst im öffentlichen Raum macht Häuser und Plätze unverwechselbar, Kunst und Alltag kommen so zusammen. In diesem Fall haben alle Beteiligten unbürokratisch dafür gesorgt hat, dass dieses bedeutende und wertvolle Kunstwerk in Harburg seine neue und dauerhafte Heimat gefunden hat und auf dem Museumsplatz aufgestellt werden konnte. Harburg ist damit um ein echtes Juwel reicher“, sagte Rainer-Maria Weiss.

Bei der Einweihung anwesend waren Dr. Anke Jobmann (Leiterin des Dezernats Soziales, Jugend und Gesundheit, Bezirksamt Harburg), Hannes Bänder (Leiter des Bauhofs Harburg) sowie Thekla Müller-Fleer (Tochter des Künstlers). (cb)