Harburg - Vom alten Kahn zu schwimmenden Perle. Das Hausboot des 2017 verstorbenen Countrysängers Gunter Gabriel,

hat eine echte Verwandlung durchgemacht. Musiker Olli Schulz und Yotuber Fynn Kliemann haben es in ein Schmuckstück verwandelt. Das Ergebnis ist jetzt im Harburger Binnenhafen zu bewundern. Dort liegt das ehemalige DDR-Arbeitsschiff "Magdeburg", auf dem Gabriel von 1997 bis zu seinem Tod lebte, an exponierter Stelle gleich neben der Drehbrücke am Kanalplatz.

Das Beste zuerst. Das Boot, so hieß es in Hafenkreisen, hat jetzt eine versenkbare Bar. Wow. Auch das Innenleben soll völlig neu designt sein - unter anderem in Anlehnung an ein Bild in einem Musikalbum, das einer der beiden neuen Eigentümer produzierte.

Gekauft hatten Kliemann und Schulz das Hausboot 2018 von Gabriels Tochter Yvonne Koch. 30.000 Euro soll der doch schon arg runter gekommene Kahn gebracht haben.- Es folgte eine Kernsanierung in einer Werft in Finkenwerder.

Bereits letzten Herbst war das Hausboot zurück im Binnenhafen, um ein paar Tage am Lotsestieg zu liegen und dann wieder in einer Werft zu verschwinden. Dort wurde das Innenleben neu und hübsch gemacht. Jetzt, so heißt es im Binnenhafen, wohnt noch ein Handwerker auf dem Boot der die letzten Kleinigkeiten erledigt.

Wie viel Geld genau Kliemann und Schulz in das Hausboot gesteckt haben, ist deren Geheimnis. Es dürfte aber eine beachtliche Stange Geld, mehrere hunderttausend Euro, gewesen sein. Denn 2019 hatte Schulz noch in seinem Podcast "Fest & Flauschig" verraten, dass das Hausboot "einfach ein Scheißhaufen" und die Sanierung extrem teuer sei.

Mittlerweile haben die beiden kleveren Kreativen aber auch schon Einnahmequellen entdeckt. So wird der Streaminganbieter Netflix ab Frühjahr 2021 eine mehrteilige Doku anbieten, in der sich alles um die Sanierung von Gabriels maroden Hausboot dreht. zv