Harburg - Mit einem für die Corona-Zeit außergewöhnlichen Event wollte der Verein "Mobile-Kunst & Kultur-Bühne zum Hamburg-Harburg und Umgebung anno 2019",

kurz MKKB sein einjähriges Jubiläum auf dem Schwarzenbergplatz mit bis zu 500 Fans von 12 bis 22 Uhr feiern. Mehrere Bands und Künstler, eine Gruppe war sogar us Hessen angereist. Daraus wurde nicht. Ein verärgerter Veranstaltungstechniker baute die Bühne wieder ab. Wie es dazu kam, darüber gibt es verschiedene Darstellungen.

"Kommunikationsprobleme" und "Personalmangel auf beiden Seiten" nennt der Vereinsvorsitzende Andreas Wolfgang Hans Spors als Grund für den Ausfall. Harald Wulf, Geschäftsführer von nordPA hat eine griffigere Aussage. Es sei nicht wie vereinbart für Bühne und Personal gezahlt worden.

Es ging laut Wulf um 700 Euro, 500 für die Bühne, 200 für Personal, die nicht flossen. Ein Schnäppchenpreis. Eigentlich würden Bühne und Crew 2500 Euro kosten. Das Geld sollte am Veranstaltungstag gezahlt werden. Man sei den Tag über "hingehalten" worden. Pin, Karte. Irgendwas habe immer nicht funktioniert.

Die Bühne stand bereits, der Soundcheck war durch. Dann wurde offenbar: Gezahlt würden an diesem Tag höchstens lediglich 200 Euro. Angeblich seien Fördergelder noch nicht überwiesen worden. Das war das Ende. Es wurde abgebaut, ohne, dass auch nur ein Künstler dort aufgetreten war.

"Ich weiß, es etwas schief gelaufen", sagt Spors vom Verein. "Manchmal ist der Teufel im Detail. Da kam eins zum anderen." Man wolle noch ein bisschen "jamen". Das passierte dann unter Partyzelten und vor deutlich weniger Publikum.

"Es ist ganz schade gelaufen", sagt Spors. "Es hat sehr viel Geld gekostet und sehr viel Unterstützung gegeben." Unter anderem hatte sich das Bezirksamt auch mit Steuergeldern engagiert. zv