Harburg – Die Forst rund um die Kuhtrift ist nicht nur ein Ort, wo Umweltsäue respektlos ihren Dreck in die Gegend schmeißen können. Sie ist

auch ein Ort, wo sich Kreative austoben können. Und zwar ganz legal. Seit einigen Tagen ziert wieder ein neues Werk des Harburger Urban Art-Künstlers Gerrit Fischer die Reste der alten englischen Pionierbrücke in der Kurve der Privatstraße Kuhtrift.

Fischer, in der Kunstszene und darüber hinaus besser bekannt als Brozilla, hat von Heinrich Schabert, Geschäftsführer der ImmoForst OHG, eine schriftliche Genehmigung, die Wand mit Graffiti zu verschönern. Einzige Bedingung: Es darf nichts „Ehrverletzendes, Glaubensdiskrimierendes und Obszönes“ gezeigt werden. Schabert hatte vor Jahren schon Brozillas Spray-Kollegen Florian Müller eine ähnliche Erlaubnis erteilt. Müller ist zurzeit aber viel unterwegs, so dass er wenig Zeit hat, um in der Kuhtrift aktiv zu werden.

Dafür will Brozilla häufiger neue Werke schaffen. „Ich liebe diesen Ort einfach“, sagt er. Was ihn besonders begeistert: Er bekommt große Anerkennung von seinem Publikum, manche schicken ihm sogar aufmunternde Mails. ag