Harburg - Dieser Abend ist erst frei ab 18! Am Mittwoch, 17. April, liest der Hamburger Bernhard Weber Gedichte und Balladen

von François  Villon (1431 – 1463) und Charles Bukowski (1920 – 1994). Dieser besondere, nicht jugendfreie Abend beginnt um 20 Uhr und wird begleitet von Musik auf der Gitarre.

Zwei Underground- Schriftsteller, getrennt durch ein halbes Jahrtausend und die Entdeckung Amerikas. Villon war der freche, französische Bänkelsänger des ausgehenden Mittelalters, ein streunender Verführer und aufsässiger Außenseiter. Über die Stimme von Klaus Kinski erlebte er seine deutsche Renaissance: Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund. Mit seiner weltlichen Dichtung wurde Villon zur Legende, zahlreiche Liedermacher und Dichter nehmen bis heute Bezug auf seine überlieferten Verse.

Nicht nur in diesem Punkt ganz wie Villon präsentiert sich auch seine US-amerikanische Wiedergeburt Charles Bukowski. Der derbe Poet fasziniert mit der sinnlichen Zärtlichkeit eines Tramps und der überquellenden Wollust eines Don Juan. Ein literarischer Borderliner, den man mögen muss. Oder den man - peinlich berührt - einfach ignoriert. Sein "Mann mit der Ledertasche" wurde zum Outsider-Roman einer ganzen Verweigerungs-Generation. Suff und Liebe, Verwahrlosung und hellsichtige Blicke aus der Halbwelt ergeben eine unvergleichliche Mixture, die Bukowskis Ruhm bis heute ausmacht.

"Lernen Sie die beiden großen Halunken der Weltliteratur im Speicher am Kaufhauskanal kennen. Der Schauspieler Bernhard Weber und sein Sohn, der Gitarrist Matthias Weber, spiegeln die farbigen Facetten der beiden Dichtergrößen kongenial wider", sagt Speicher-Manager Henry C. Brinker.

Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro an der Abendkasse, Tickets gibt es auch an allen Vorverkaufsstellen und bei Eventim.de   (cb)