Moorburg – Vor zehn Jahren war das Gelände rund um die alte Moorburger Schule öd und verlassen. Die Pavillons standen weitgehend leer. Heute ist daraus

ein quirliger Ort mit Konzerten, Ausstellungen, Deichkino und – demnächst aktuell – einem lebendigen Adventskalender geworden. Dafür hat Elbdeich e.V. gesorgt, der inzwischen sogar aus dem Etat Stadtteilkultur unterstützt wird und sich eine Teilzeitkraft für Kulturmanagement leisten kann.

„Der frisch gegründete Verein sollte 2008 vor allem dazu dienen, die Räumlichkeiten zu verwalten“, sagt Claudia Kulenkampff, eine der „Aktivposten“ des Vereins. Zunächst gab es nur ein Café im ehemaligen Lehrerzimmer und die alte Pausenhalle als Treffpunkt und Veranstaltungsort. Die ehemaligen Klassenzimmer wurden dann nach und nach als Atelier, Proberaum, Puppenbühne, Keramikwerkstatt oder Bewegungsraum genutzt.

Heute ist daraus ein jährlich wiederkehrendes Programm mit einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen geworden – wie das solarstombetriebene SWAMP-Festival oder die beliebten Klamottentauschparties.

Seit drei Jahren organisieren einige Vereinsmitglieder unter dem Namen „FiM“ (Flüchtlingshilfe in Moorburg) künstlerische Migrationsprojekte zur kulturelle Bildung für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung in der Region Süderelbe. Claudia Kulenkampff: „Außerdem unternehmen wir viel, um durch ein Miteinander die Lebensqualität in Moorburg zu erhalten.“ Zum Beispiel bei der Jubiläumsfeier am Sonnabend, 24. November. Sie beginnt um 20 Uhr mit einer „multimedialen Festrede“. Um 21.30 Uhr spielt die Band Braszta, anschließend verführt DJane Señor Rita zum Tanz. ag