Harburg - Von hart bis zart, teilweise gediegen. Bei der Music-Night war für jeden Geschmack etwas dabei. Zum

achten Mal präsentierte SuedKultur die "Leistungsschau" der Locations in Harburg. Was geboten wurde, könnte unterschiedlicher kaum sein. Meist hoch engagiert. Mal wurde einfach ein Mikro in den Raum gestellt. Die Music-Night zeigt auch das unterschiedliche Engagement. An 20 Stellen gab es mehr als 40 Auftritte. Das gelungene Konzept, ein schmaler Eintrittspreis für alle Locations, funktioniert einfach gut.

Mit Ratko Delorko holte Henry C. Brinker einen gefragten Pianisten in den Speicher am Kaufhauskanal. Er fand sein Publikum. Die Location hat bei Klassik-Freunden einen guten Namen. Harte Töne gab es dagegen in Marias Ballroom von Rebel´s Reunion, eine Hamburger Hardrockband. Sie war einer von mehreren Gigs, die Heimo für
den Abend auf die Beine gestellt hatte. In der Fischhalle stand Hausherr Werner Pfeifer höchstpersönlich mit Band auf der Bühne. Auch hier kamen viele Leute. Ganz in der Nähe, in der Kulturwerkstatt wurde musikalischer "Weltschmerz" auf der Bühne präsentiert. Das fand nicht ganz so viele Fans, hatte aber auch ein Publikum.

Die Goethe-Schule, seit langem eine der Top-Adressen für Musik in Harburg, konnte wieder ein breites Programm auf die Beine stellen. Kneipen wie das BlaBla oder das Komm Du waren gewohnt engagiert dabei. Ganz weltlich ging es in der Marmstorfer Kirche, wo die Band vor dem Altar im feinsten Marius-Müller-Westernhagen-Sound feststellte "es geht mir gut". Die Music-Night wird damit auch genutzt, um sich unkonventionell außerhalb seines Stammpublikums zu präsentieren. zv