Harburg - Am 8. September wird es auf dem Harburger Rathausplatz um Treue gehen. Genauer gesagt um zwei Männer,

die die Treue ihrer Frauen prüfen wollen. "Così fan tutte" heißt die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, die dann ab 21 Uhr auf einer großen, mobilen LED-Wand gezeigt wird. Es ist die zeitversetzte Übertragung des Stücks, dass an dem Abend in der Inszenierung von Herbert Fritsch in der Staatsoper in Hamburg seine Premiere hat. Und ist ein Experiment.

Eingefädelt hat die Show Sozialdezernentin Dr. Anke Jobmann zusammen mit Georges Delnon, Intendant der Staatsoper. Beide haben ein großes Interesse an dem Projekt, nennen es "eine verrückte Idee" und "spannend". Die Staatsoper will von ihrem, wie es  Delnon formuliert, "elitärem Image", wegkommen. Harburg will sich damit, wie es Citymanagerin Melanie Gitte Lansmann, dritte im Bunde und für die Organisation zuständig, vom "Schmuddel-Image" absetzen. "Es ist ein hochwertiger Gewinn für Harburg", sagt sie zu dem Projekt.

An dem Abend soll sich der Rathausplatz in einen Freiluftsaal verwandelt. Bänke werden aufgestellt, aber es wäre ratsam, so sagen die Initiatoren, eigene Sitzgelegenheiten mitzubringen, da der Andrang groß werden könne. Drei Stunden wird das Stück in zwei Akten dauern. Natürlich wird es auch deshalb Gastronomie geben.

Die Bezirksversammlung hat 10.250 Euro für die Realisierung der "Oper für alle" bereit gestellt. „Public Viewing auf dem Harburger Rathausplatz. Und diesmal kein Fußball, sondern Così fan tutte, das ist große Oper für alle", schwärmt Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien. Er freue sich, dass sich so alle Harburger die Premiere zur Spielzeiteröffnung der Hamburger Staatsoper vor ihrer Haustür erleben können. zv