Speicher

Harburg - Martin Luther war zu seiner Zeit eine starke Leitfigur für Deutschland. Und auch in der Sprache hinterließ der rebellische Mönch interessante

Spuren. Unter dem Titel "Dem Volk aufs Maul geschaut - Luther als Sprachschöpfer" spricht Dr. Friedhelm Debus am Mittwoch, 27. September, im Speicher am Kaufhauskanal  über den Sprachrevolutionär Luther und die folgen für die deutsche Sprache bis heute. Beginn der Veranstaltung in der Blohmstraße 22 ist um 20 Uhr

Der renommierte Germanist und Theologe Professor Dr. Friedhelm Debus ist Mitglied Mainzer Akademie der Wissenschaften. Im Harburger Speicher am Kaufhauskanal referiert der Vater des namhaften Harburger Gefäßspezialisten Prof. Dr. Dr. Debus (UKE) über die Bedeutung der lutherischen Bibelübersetzung für die Entwicklung der deutschen Sprache.
 
Die Geschwindigkeit der Verbreitung der Lutherbibeln durch den Guttenbergsche Buchdruck, die Wortmächtigkeit Luthers und seinen Einfluss auf den Wortschatz werden dabei in den Blickpunkt genommen. Luther hat für seine Übersetzungen des Alten und Neuen Testaments dem Volk im Wortsinne „aufs Maul geschaut“:

Ohne diese Begriffe Lückenbüßer, friedfertig, wetterwendisch, Machtwort, Feuereifer, Langmut, Lästermaul, Morgenland wäre die deutsche Sprache heute nicht denkbar, sie  stammen alle von Luther.  Fraglich ist auch, ob wir die Redewendungen kennen würden, die er populär gemacht hat: Sein Licht unter den Scheffel stellen, ein Stein des Anstoßes sein, mit Blindheit geschlagen sein, der Mensch lebt nicht vom Brot allein, niemand kann zwei Herren dienen.

Das Besondere an diesem Abend: Jeder Besucher mit einem Ticket kann zu dieser Veranstaltung einen Gast kostenlos mitnehmen. Die Karten gibt es ab 16,40 Euro an allen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. (cb)