Harburg - Am 7. November heißt es "Kultur und Shopping" in Harburg. Am verkaufsoffenen Sonntag werden nicht nur von 13 Uhr bis 18 Uhr die Geschäfte in der Innenstadt und den Centern öffnen. 18 Kultureinrichtungen aus Harburg, darunter die Fischhalle im Binnenhafen, der Kunstverein Harburger Bahnhof oder das Atelrier Malrausch, zeigen, was sie so drauf haben.

Citymanagerin Gitte Lansmann sieht in der Mischung als Win-win-Situation. So bekommt der Kulturtag Zulauf von Gruppen, die vielleicht sonst nicht so affin in diese Richtung sind. Sicher ist: Der verkaufsoffene Sonntag wird viele Menschen ansprechen.

Geplant ist ein vielfältiges Angebot, das über Shoppen und Kultur hinaus geht. Im Phoenix-Center werden am Sonnabend und am Sonntag die Lionstage stattfinden. Die Harburger Clubs haben in diesem Jahr wieder eine Tombola auf die Beine gestellt, bei der es sich lohnt spendabel zu sein und Lose zu kaufen. Bei 5000 Losen gibt es 1500 Gewinne.

Stattfinden wird am verkaufsoffenen Sonntag im Phoenix-Center auch die Impfaktion, die seit sechs Wochen jeden Sonnabend läuft. "Das Angebot wird sehr gut angenommen. Bislang haben sich über 2000 Menschen bei uns impfen lassen", sagt Centermanagerin Julita Hansen. Das sein ein Zuspruch, mit dem man so "nicht gerechnet" habe.

In den Harburg Arcaden gibt es mehrere Kunstausstellungen. Unter anderem sind Werke von WattenbergART zu sehen. Auch wird wieder eine Strick-Aktion zugunsten Obdachloser stattfinden. Kinder können Laternen basteln.

Apropos Laternen. Der Laternenumzug der Harburger Schützengilde, der größte dieser Art in Hamburg, muss auch dieses Jahr ausfallen. Mit den Coronauflagen ist das Konzept nicht umsetzbar. Dazu kommt die aktuell hohe Inzidenz bei Kindern.

Im Marktkauf wird es eine Lichtershow und Einradartistik geben. Für Auge und Ohr werden Mitglieder von Gospeltrain "Afro-Gospel" singen. Bei Karstadt sind ebenfalls eine Kunstausstellung zu sehen und mehrere Aktionen für Kinder geplant.

Für Harburg wird es der 18. Kulturtag sein. Nummer 17 war vergangenes Jahr ausgefallen. "Es ist wichtig, dass sich Kultur wieder zeigt", sagt Thorsten Römer, kaufmännischer Direktor im Harburger Museum, der sich seit Jahren beim Kulturtag, der mittlerweile ein "Marke" geworden sei, engagiert. Natürlich ist auch das Museum dabei. Dort gibt es neben der Ausstellung "Jüdisches Leben in Harburg" spezielle Aktionen. Dazu gehören eine besondere Führung und eine Harburg-Rätsel-Rallye für Kinder.

Der nächste verkaufsoffene Sonntag ist auch schon geplant. Es wird der Erste im kommenden Jahr. Stattfinden wird er am 9. Januar. zv