Impfen

Heimfeld - Jetzt gibt es den Pieks gegen Corona auch zentral in Harburg. Im Krankenhaus am Eißendorfer Pferdeweg ging am Montagvormittag das erste Impfzentrum südlich der Elbe an den Start.

Senatorin Dr. Melanie Leonhard war gekommen, um bei der Eröffnung dabei zu sein. aber warum eröffnet das Impfzentrum erst jetzt? Immerhin ist der Standort prädestiniert. Es gibt genug Platz. Das Personal ist eingespielt. 90 Prozent der 2300 Mitarbeiter im Krankenhaus wurden dort bereits geimpft.

"Jetzt gibt es genug Impfstoff", sagt die Senatorin. Auch können sich nur Impfberechtigte im Alter ab 70 Jahren im Krankenhaus Harburg impfen lassen. Alle anderen müssen zum Impfzentrum oder zum Hausarzt. Auch dafür hat die Senatorin eine Erklärung. Der Aufwand, der mit der Überprüfung der zahlreichen Ausnahmen- und Sonderregelungen verbunden ist. Das kommt dem Krankenhaus entgegen. "Für die Mitarbeiter wäre es deutlich Schwieriger sich mit Leuten auseinander setzen zu müssen, die nicht berechtigt sind und das erst hier feststellen", heißt es von dort. Die Altersgrenze ist klar und einfach zu überprüfen.

Jetzt will man um die 350 Impfungen pro Woche durchführen. Einer der ersten "Impflinge" am Montag war Jürgen Milter aus Neugraben. Der 70-Jährige hatte bislang den langen Weg ins Impfzentrum nach Hamburg gescheut, jetzt aber sofort zugegriffen. "Ich habe vor zwei Tagen den Termin gemacht. Es hat auf Anhieb geklappt", sagt er.

Das Impfen selbst durch Dr. Claas Wesseler - ein Klacks. "Ich habe den Pieks kaum gemerkt", sagt Milter. Da war der Papierkram vorher etwas aufwendiger. Danach ging es noch eine Viertelstunde in den Ruheraum. Dann konnte er nach Hause.

Wer sich dort impfen lassen will: die Klinik selbst vergibt keine Impftermine. Das geht nur über die Telefon-Hotline der KV Hamburg (Arztruf) 116 117 oder die offizielle Website www.impfterminservice.de zv

Senatorin Dr. Melanie Leonhard umlagert bei der Eröffnung des Impfzentrums. Foto: André Zand-Vakili