Harburg – Viele Schaufenster und Geschäfte leuchteten am Montagabend rot: Mit dieser bundesweiten Aktion machte der Einzelhandel

auf die Existenzbedrohende Lage infolge des anhaltenden Lockdowns aufmerksam. Die Forderung der Händler und Einkaufszentren: Eine schnellstmögliche Wiedereröffnung des Einzelhandels.

Im Vorfeld der anstehenden Ministerkonferenz am Mittwoch soll so für eine schnelle Öffnung des Einzelhandels geworben werden. Neben dem Alstertal-Einkaufszentrum der Europa-Passage und dem Billstedt Center macht auch, das Phoenix-Center Harburg bei der Aktion mit.

Ab 18 Uhr wurde Harburgs größtes Shopping-Center mit 27 roten LED-Strahlern einen Abend land rot illuminiert. „Mit der Aktion wollen wir ein klares Zeichen setzen und zeigen: Der Handel blutet aus und die Lebendigkeit der Innenstadt ist in Gefahr“, sagt Centermanagerin Julita Hansen und fügt hinzu: „Viele Händler stehen mit dem Rücken zu Wand, der anhaltende Lockdown gefährdet zahlreiche Geschäfte in ihrer Existenz und Arbeitsplätze im Handel.“

Daher fordert sie eine schnelle Öffnung der Geschäfte. „Das geht nachweislich mit Sicherheit und Verantwortung: Zahlreiche Studien belegen, dass der Einzelhandel kein Infektionstreiber ist“, sagt Julita Hansen.

Wunschtermin des Einzelhandels ist eine Öffnung am 8. März. Nachdem bereits das Weihnachtsgeschäft weg gebrochen ist, kann so zumindest das Ostergeschäft gerettet werden. Derzeit haben nur 27 von knapp 130 Geschäften im Phoenix-Center geöffnet. Hansen: „Auch die Click & Collect –Angebote sind keine Alternative – im Gegenteil. Die Kosten für Personal und Ladenbetrieb sind meistens höher als die Umsätze, so dass derartige Angebote die aktuellen Verluste nur weiter erhöhen würden. Für viele Geschäfte, vor allem für die kleineren und die Gastronomie, ist es kurz vor 12 Uhr.“  (cb)

Das am Montagabend rot illuminierte Phoenix-Center. Foto: André Zand-Vakili