Harburg – Für Freunde der leckeren Erdbeeren aus dem Alten Land gibt es eine gute Nachricht: Die ersten Früchte sind reif und ab sofort auf dem Harburger Wochenmarkt zu haben. Allerdings geht das Anfang Mai nur mit Hilfe eines Tricks: Die frühen Erdbeeren aus der Region reifen im Gewächshaus heran.

„Vor allem mit den frühen Erdbeeren und den Früchten zum Saison-Ende läst sich ein besserer Preis erzielen. Nur so rechnet sich der Aufwand“, sagt Wochenmarkt-Händler Dirk Feindt (links), der ebenso wie Ingrid Holst, Erdbeeren aus dem Gewächshaus anbietet. Während der Obsthof Feindt die Früchte von einem Kollegen bezieht, baut Familie Holst ihre eigenen Erdbeeren an.

„Wir haben ein rund 2000 Quadratmeter großes Gewächshaus, in dem unsere Erdbeeren derzeit unter Glas heranreifen“, sagt Ingrid Holst vom gleichnamigen Obsthof in Jork. „So können wir bereits Anfang Mai mit der Ernte beginnen." Derzeit werden die Sorten „Magnum“ und „Sonata“ geerntet. Ab Ende Mai bis Mitte Juni sind die Erdbeeren reif, die im Folienzelt wachsen. „Im Folienzelt kann durch Lüftung die Temperatur niedrig gehalten werden. Damit erreichen wir unterschiedliche Reife- und Ernte-Zeiten.“

Die Pflanzen werden auf  dem Obsthof Holst in Kästen zu je acht Pflanzen auf einer so genannten Stellage gezogen. Ingrid Holst: „Dadurch haben sie keinen Bodenkontakt und müssen vor dem Verzehr nicht gewaschen werden.“

Erdbeeren sind nicht nur lecker, sie sind auch gesund und enthalten vor allem viel Vitamin C. Die Obsthändler auf dem Wochenmarkt verkaufen ihre Ware ohne Zwischenhändler und kommen ohne lange Umwege und knackfrisch direkt zum Kunden.

Für eine 500 Gramm Schale Erdbeeren aus dem Alten Land müssen die Kunden auf dem Wochenmarkt derzeit zwischen 3,50 und 3,80 Euro zahlen.   (cb)