Harburg - Süßes oder Saures: Das große Gruseln zu Halloween wird in Harburg immer beliebter. Immer mehr Hausbesitzer

verwandeln ihre Häuser in schaurige Grusel-Anwesen und machen sich einen Spaß daraus, den Kindern, die auf der Jagd nach Süßigkeiten um die Häuser ziehen, einen gehörigen Schrecken einzujagen.

Am Donnerstagabend war es wieder soweit: Bei trockenem und kaltem Wetter gab es beste Voraussetzungen für das große Gruseln in Harburg. Scharenweise zogen die verkleideten Monster, Hexen und Gruselgestalten zumeist in kleinen Gruppen durch die Gegend, um an den Haustüren zu klingeln und Süßigkeiten zu verlangen.

Seit fünf Jahren ist Familie Störmer aus Marmstorf dabei. Mit Friedhof im Vorgarten, Lichtblitzen, Nebelmaschinen und Laseranimationen wird ihr Haus in eine schaurige Gruft verwandelt. Gemeinsam mit verkleideten Freunden wird gefeiert. Für die Kinder gibt nach dem Aufsagen eines Halloween Reims Süßigkeiten.

Harburgs Halloween-Hochburg liegt allerdings in Eißendorf. Das wurde am Donnerstagabend wieder mehr als deutlich: Auf den Straßen zwischen den beiden großen Horror-Häusern der Familien Marx und Reimers herrschte wieder Hochbetrieb. Viele andere Hausbesitzer wie Familie Hohensee am Hainholzweg 74c machen mit, und empfangen die jungen Gästen mit Lagerfeuer, Horrorgestalten und Süßigkeiten.

Was die Familien Marx am Hainholzweg und Reimers am Blaumeisenweg wieder auf die Beine stellten, verdient echt Respekt: In tagelanger Vorbereitung organisieren sie ein Grusel-Spektakel vom Feinsten. Das hat sich längst rumgesprochen und lockt die Menschen an.

Um bei Familie Marx an Süßigkeiten zu kommen, muss man mutig sein: Dort wird jedes Jahr ein "Geistergang" mit Soundeffekten und Kunstnebel aufgebaut. Wer dort durchgeht, kann sich sicher sein, das irgendwann die fünf Grusel-Gestalten auftauchen, und für einen Schreckmoment sorgen werden. "Es war auf jeden Fall noch mehr los als im Vorjahr. Wir haben über 300 Süigkeiten verteilt. Vor allem waren mehr Menschen dabei, die nicht aus Eißendorf kamen", sagte Regine Marx.  

Bei Familie Reimers am Blaumeisenweg wurde dieses Jahr ebenfalls ein neuer Besucherrekord aufgestellt: "Nach unseren Hochrechnungen kommen wir auf rund 400 Kinder sehr viele Erwachsene, was nach den 330 Besuchern im Vorjahr ein neuer Rekord ist", sagte Mitorganisator Kevin Kroll gegenüber harburg-aktuell. 25 Personen, teilweise in der Technik, teilweise als Schauspieler, waren im Einsatz.

Auch technisch wurde noch einmal eine Schippe draufgelegt: "Mit Bodennebel, insgesamt etwa 50 Scheinwerfern und etwa 30.000 Watt elektrischer Anschlussleistung haben wir versucht, das Erlebnis für die Besucher noch spektakulärer zu gestalten", so Kroll. Dabei wurde Familie Reimers von KANTevent, dem Medienschwerpunkt des Immanuel-Kant-Gymnasiums, unterstützt.

Ein voller Erfolg war auch die erste Halloween Kinderparty in der Nova Eventhall in Marmstorf. Mehr als 100 Personen - viel mehr als erwartet - verbrachten bei dieser All-inclusive-Feier mit Essen, Party und Kürbis-Schnitzen einen tollen Halloween-Nachmittag.

Es lief aber auch "unrund". Am Harburger Ring wurde ein Peterwagen mit Eiern beworfen. Der Täter wurde gestellt. Gegen ihn wird wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Eier flogen auch am Ehestorfer Weg. Dort waren Busse das Ziel. Außerdem wurden Böller gezündet. Die Polizei nahm mehreren Jugendlichen Feuewerkskörper ab. Böller spielten auch in der Neuen Straße eine Rolle, wo sich zeitweise bis zu 100 Jugendliche versammelt hatten. Die Polizei zeigt dort verstärkte Präsenz. (cb)

Die Halloween-Party in der Nova Eventhall war ein voller Erfolg. Foto: Christian Bittcher

Bei Familie Störmer in Marmstorf verwandelte sich der Vorgarten in einen Friedhof. Foto: Christian Bittcher

Süßes oder Saures am Hainholzweg. Foto: Christian Bittcher

Partygäste der Familie Störmer kamen stilecht gekleidet. Foto: Christian Bittcher

Süßes oder Saures: Bei Familie Marx gab es für die Besucher beides. Foto: Christian Bittcher

Am Hainholzweg traf man bei Familie Marx auf diese finsteren Gesellen. Foto: Christian Bittcher

Das Horrorhaus am Blaumeisenweg. Foto: Christian Bittcher

Am Blaumeisenweg: Diese Horrorgestalt tauchte immer wieder aus dem Nebel auf. Foto: Christian Bittcher

Annchristin hatte spaß bei der Holloween-Party in der Nova Eventhall. Foto: Christian Bittcher