Harburg - Es ist ein sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen mit Corona, den das Gesundheitsamt Harburg in der vergangenen Woche im Bezirk registriert hat. 516 neue Fälle wurden bekannt. Das sind noch einmal 134 Fälle mehr als in der Vorwoche und ein Rekordwert. Die Inzidenz stieg damit im Bezirk auf 303.

In ganz Hamburg ist die Lage von der Entwicklung her uneinheitlich. In den Bezirken Bergedorf, Nord und Wandsbek wurden teilweise erheblich weniger Neuinfektionen als in der Vorwoche festgestellt.

Wie wichtig der Impfschutz ist, zeigt die Differenz bei der Inzidenz zwischen den vollständig Geimpften und den nicht vollständig oder gar nicht Geimpften. Sie liegt bei den Geimpften bei 31,6 und bei den nicht vollständig oder gar nicht Geimpften bei 846. Damit ist das Infektionsrisiko bei den nicht vollständig oder gar nicht Geimpften rund 27 Mal so hoch, wie bei vollständig Geimpften.

Am stärksten belastet sind weiter die Zehn- bis 19-Jährigen in Hamburg. Die Inzidenz liegt in dieser Altersgruppe mittlerweile bei 452, ein Plus von über 36. Bei der am stärksten gefährdeten Altersgruppe, der über 70-Jährigen ist die Inzident auf 71,72 zurückgegangen. Das ist ein Minus von 6,9.

Diese Verteilung wirkt sich auch auf die Hospitalisierungsrate aus, die anzeigt, wie viele von 100.000 Einwohner wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen. Sie liegt in Hamburg bei 3,08. Nur in Bremen, 2,79 und in Niedersachsen, 2,37, ist sie niedriger. zv