Harburg - Einen steilen Anstieg der Neuinfektionen mit Corona verzeichnet das Gesundheitsamt im Bezirk Harburg. 316 Fälle wurden vergangene Woche bekannt. Das sind 109 Neuinfektionen mehr, als in der Vorwoche. Die Inzidenz liegt damit bei etwa 186.

Mehr Neuinfektionen gab es in Hamburg vergangene Woche nur im Bezirk Mitte. Dort wurden 379 Fälle bekannt. Allerdings ist das in Mitte ein Rückgang von 48 Fällen zur Vorwoche. Die Inzidenz liegt in dem bevölkerungsreichen Bezirk mit etwa 126 auch niedriger als in Harburg.

Allerdings hat sich, das ergab die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten André Trepoll (CDU), der Anteil der Altersgruppen bei Coronainfizierten im Bezirk Harburg stark verschoben. Stellten im März dieses Jahres die unter 18-Jährigen noch 16,8 Prozent der Infizierten, waren es im August bereits 33,2 Prozent.

Der Anteil der über 65-Jährigen, die besonders anfällig für schwere oder sogar tödliche Verläufe der Infektion sind, hat sich im selben Zeitraum von 10,3 Prozent auf 4 Prozent mehr als halbiert.

Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Krankenhausbelegung, die deutlich niedriger ist, als in der dritten Welle. Von Juni bis August gab es im Bezirk Harburg lediglich einen Todesfall, bei dem der Verstorbene mit oder an Corona starb. Allein im März waren es noch 17.

"Das Impfen wirkt", ist das Resümee von Trepoll. "Derzeit sind insbesondere Jugendliche und Jungerwachsene von den steigenden Zahlen betroffen. Die Infektionszahlen bei den älteren Generationen mit höheren Impfquoten sind deutlich rückläufig." Damit zeige sich, dass Impfen ist der beste Schutz gegen das Coronavirus sei. zv