Harburg - Bessere Luft im Unterricht: Eine DIY-Aerosol-Ampel leuchtet im nächsten Schuljahr beim Niels-Stensen-Gymnasium (NSG) und zeigt an, wie die Luftqualität ist. Möglich wird dies durch HARBURG21, die insgesamt 13 Geräte- zusammengebaut oder als Bausatz -  an Hamburger Schulen zur Verfügung stellen. Dr. Regina Marek übergab den Bausatz im Beisein einiger MINT-Schüler und Lehrer an Winfried Rademacher, dem Schulleiter des NSG.

Hamburger Schulen konnten sich entweder für eine Aerosol-CO2-Ampel oder für einen Bausatz für dieses Messgerät (mit Anleitung) bewerben. Die Geräte beziehungsweise die Bausätze wurden per Losverfahren vergeben. HARBURG21 und das Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung Hamburg (ZSU) koordinieren das von der PSD Nord Bank mit 3000 Euro finanzierte Projekt.

Unterricht in geschlossenen Räumen wird derzeit durch häufiges Lüften nach etwa 15 bis 20 Minuten gestört, um die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus zu minimieren. "Mit einem Aerosol-CO2-Messgerät lassen sich die Anforderungen an gesunde Raumluftqualität im Unterrichtsraum optimal steuern: Die Ampel zeigt den tatsächlichen Lüftungsbedarf an, sobald der CO2-Gehalt im Raum – und damit die Aerosol-Konzentration – zu hoch ist", erklärt Dr. Regina Marek vom Förderverein HARBURG21 e.V.

Außerdem freut sich Dr. Susanne Garz, Lehrerein für Bio und Chemie, das mit dem Gerät auch die Themenbereiche Luftzusammensetzung, Lufthygiene, CO2-Emissionen, Lüftungsarten und Energie-Verbrauch im MINT-Unterricht anschaulich bearbeitet werden kann. Besonders, wenn wie am NSG der Fall, die Oberstufenschülern das Gerät selbst zusammenbauen. (cb)