Neuenfelde - Die Flüchtlingsunterkunft am Neuenfelder Fährdeich wird Quarantänestandort für Obdachlose. Es ist der dritte Standort in Hamburg, in dem Infizierte und Verdachtsfälle aus dem Randständigenmilieu untergebracht werden. Die bislang vorhandenen 218 Plätze an den bisherigen beiden Standorten an der Holsteiner Chaussee und dem Oehleckerring reichen offenbar nicht aus.

Noch in dieser Woche sollen die 84 vorgesehenen Plätze in Neuenfelde bezugsfertig sein. Vorher wird noch ein Zaun errichtet und ein Wachdienst eingerichtet. So soll der Kontakt zu den dort lebenden Flüchtlingen und ein unerlaubtes Entfernen aus dem Quarantänestandort verhindert werden.

Ralf-Dieter Fischer, Fraktionschef der CDU moniert, dass die Bevölkerung bei der Entscheidung übergangen und nicht einmal informiert wurde. Der Maßnahme selbst steht die CDU, auch wenn die Bezirksversammlung übergangen wurde, zustimmenden gegenüber, da es sich um eine Notlage handle. Allerdings müsse gewährleistet sein, dass eine angekündigte Nutzung von drei Monaten eingehalten werde. zv