Harburg - Stell dir vor es ist Ausgangssperre - und keiner geht hin. Genau so war Tag 1 nach 21 Uhr in Harburg. Nur ein paar Menschen huschten durch die Straße. Wenige Autos fuhren umher. Die Polizei hatte wenig zu tun. "Wir haben im Rahmen der Streife die Ausgangsbeschränkung im Auge gehabt", hieß es von der Wache Harburg. Befürchtungen, dass es zu Rangeleien mit störrischen Menschengruppen kommt, verflogen angesichts gespenstischer Leere.

Nur ein paar Kioske waren in der ersten Stunde nach 21 Uhr noch das Ziel von einzelnen Personen oder kleinen Grüppchen, die nicht realisiert hatten, was "Sache war". Sie wurden angesprochen und nach Haus geschickt. "Ohne Probleme", wie einer der eingesetzten Beamten sagt.

Nach 22 Uhr wirkte Harburg dann tatsächlich wie eine Geisterstadt. Selbst die viel befahrene B73 war zeitweise völlig autoleer. An den Tankstellen, die wie Apotheken als einzige auch nach 21 uhr geöffnet haben dürfen, war "tote Hose".

"Ingesamt kann man sagen, dass es sehr, sehr ruhig war", so Polizeisprecherin Evi Theodoridou. "Das gilt für ganz Hamburg." zv

Die autoleere Stader Straße gegen 23 Uhr. Foto: André Zand-Vakili

Vor einem Kios am Sand haben Polizisten ein paar Personen gestoppt, die noch einkaufen wollten, und schicken sie nach Hause. Foto: André Zand-Vakili