Landkreis - Erst jetzt passiert, was längst überfällig war.

Die Alten- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis Harburg erhalten bei der Durchführung von Antigen-Schnelltests ab sofort Unterstützung durch die Bundeswehr. 26 Soldaten der 3. Kompanie des Aufklärungslehrbataillons 3 in Lüneburg.

Der Einsatz der Bundeswehr in den Alten- und Pflegeheimen ist allerdings bis zum 21. Februar befristet. Im Anschluss sollen die Einrichtungen bei der Schnelltestung durch von der Bundesagentur für Arbeit gewonnene Freiwillige unterstützt werden.

Laut Kreisverwaltung war bereits im Dezember und nun erneut im Januar bei den Einrichtungen angefragt worden, ob Unterstützung benötigt wird. 13 von 34 Einrichtungen sowie eine Einrichtung der Eingliederungshilfe hätten nun Bedarf angemeldet.

Laut Landrat Rainer Rempe leisteten die  einen wichtigen Beitrag zum Schutz der durch COVID19 besonderes bedrohten Bewohner der Einrichtungen und verstärkten Mitarbeiter in der Pflege, die seit Monaten an Ihre Belastungsgrenzen und darüber hinaus gehen würden.

Amtsärztin Astrid Schwemin bereitete die Bundeswehr-Kräfte mit einer Schulung im Impfzentrum auf den ungewohnten Einsatz vor. Direkt im Anschluss nahmen die Soldaten Kontakt mit den Einrichtungen auf, denen sie zugewiesen sind. Dort führen sie unter voller Schutzausrüstung mit einem Rachenabstrich, Nasenabstrich oder kombinierten Nasen- und Rachenabstrich die Antigen-Schnelltests bei Besuchenden, Mitarbeitenden sowie den Bewohnern der Einrichtungen durch.

Nach 15 bis 20 Minuten steht das Ergebnis des so genannten PoC-Antigen-Schnelltest fest. In der Zwischenzeit müssen die getesteten Personen auf ihr Ergebnis warten. Seit 25. Januar müssen alle Mitarbeiter von Alten- und Pflegeeinrichtungen, an jedem Tag, an dem sie sich im Dienst befinden, getestet werden. Besuchern muss ein Test angeboten werden und die Bewohner werden nach Bedarf getestet. dl