Harburg/Eidelstedt - Mit einer Telefonzentrale, einem Fahrdienst und logistischer Unterstützung für die Vor-Ort-Termine koordiniert das DRK Harburg

im Auftrag der Sozialbehörde aktuell die Corona-Schutzimpfungen in den vollstationären Pflegeeinrichtungen Hamburgs. Inzwischen steht fest, wann die Impfungen in den Häusern voraussichtlich abgeschlossen sein werden. Sozial- und Gesundheitssenatorin Dr. Melanie Leonhard informierte sich in der Leitstelle in Eidelstedt und sprach von "sehr guter Zusammenarbeit".

"Die Schutzimpfungen in den Pflegeeinrichtungen anzubieten, ist eine große Organisationsleistung. Ohne die Unterstützung von Ärztinnen, Ärzten und Organisationen wie dem Roten Kreuz wäre das nicht möglich", sagte die Senatorin bei ihrem Besuch. "Ich bin froh, dass wir gut vorankommen."

Bis Freitag, 5. Februar, werden nach den Plänen des Harburger Roten Kreuzes mobile Impfteams jedes der 149 Heime in Hamburg mindestens einmal besucht und Bewohnern sowie Pflegekräften die erste oder sogar bereits die zweite Impfdosis angeboten haben. "Damit sind wir vor dem Plan", so Melanie Leonhard weiter, "und das bedeutet auch, dass wir planmäßig bis Anfang März die beiden nötigen Schutzimpfungen flächendeckend in allen Pflegeeinrichtungen durchgeführt haben können." Für die ältesten Hamburgerinnen und Hamburger sei das ein wichtiger Schutz, "der durch eine sehr gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglicht wurde".

Die Abstimmung der Termine mit den Pflegeeinrichtungen erfolgt durch die "Corona Task-Force" des DRK Hamburg-Harburg. Fabian Gnas, DRK-Projektleiter Corona: "Aktuell können etwa zwischen 800 und 1.000 Menschen pro Tag in den Pflegeheimen die wichtige Schutzimpfung durch die mobilen Teams erhalten. Wir konnten den Einsatz in einer deutlich kürzeren Zeitspanne terminieren als zunächst angenommen." Auch beim DRK freuen sich alle Beteiligten, dass nun allen Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen nicht erst Mitte Februar, sondern schon etwa zehn Tage früher ein Impfangebot gemacht werden konnte.

Neben anderen Gründen, wie etwa die vorrangige Bereitstellung des Impfstoffes, sei dies auch durch gezieltes Personalmanagement und motiviertes Nachfassen der Mitarbeitenden in der Telefonleitstelle des DRK erreicht geworden. "Dadurch haben wir die Zahl der Heime, die pro Tag angefahren werden, auf jetzt durchschnittlich acht Einrichtungen gesteigert", so Projektleiter Fabian Gnas weiter.

Derzeit sind 25 vom DRK koordinierte mobile Impfteams an allen sieben Tagen in der Woche unterwegs. Sie fahren Pflegeheime in allen Stadtteilen an. Das Impfteam besteht aus einem Arzt oder einer Ärztin sowie einem oder einer medizinischen Fachangestellten der Stadt. Ein DRK-Mitarbeiter fährt die bei der Impfung benötigten Verbrauchsmaterialien wie zum Beispiel Spritzen oder Pflaster sowie auf Wunsch auch das Impfteam zu den Pflegeheimen. Unterstützt wird das DRK Harburg bei dieser Aufgabe vom DRK-Kreisverband Eimsbüttel. Der Impfstoff wird gesondert transportiert.

Die "Corona Task-Force" ist Teil des DRK-Rettungsdienstes, den das Harburger Rote Kreuz in ganz Hamburg betreibt. Außerdem sind Corona-Testteams des DRK Hamburg-Harburg seit März 2020 im Auftrag der Sozialbehörde im Einsatz.