Harburg – Die bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurden am Mittwoch vom Hamburger Senat

bis zum 31. Januar verlängert und teilweise verschärft. Betroffen davon sind auch Kinderbetreuung und Schulen. An den Hamburger Schulen wird bis Ende Januar Distanzunterricht erteilt. Das heißt, dass die Schüler im Regelfall zuhause lernen.

Eltern, deren Kinder zuhause nicht lernen oder deren Kinder nicht betreut werden können, haben die Möglichkeit, ihre Kinder weiterhin zur Schule zu schicken, wo sie unter pädagogischer Anleitung angemessen betreut werden.

An der Grundschule in der Alten Forst nutzen derzeit rund 120 Schüler, das entspricht etwa 20 Prozent der Schülerschaft, die „Notbetreuung“ in der Schule. „Das sind viel mehr als beim ersten Lockdown“, sagte Schulleiter Andreas Wiedemann (kleines Foto) gegenüber harburg-aktuell und fügt hinzu: „Das liegt möglicherweise daran, dass Eltern nicht immer der Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung gelingt.“

Betreut werden die Schüler, die immer Jahrgangsweise mit maximal 12 Kindern einen Klassenraum nutzen, von insgesamt 15 Lehrerinnen. Alle anderen machen Homeschooling und erledigen ihre Aufgaben zu Hause. Wiedemann: „Außerdem gibt es feste Zeiten für Videokonferenzen mit den Fach- und Klassenlehrern, an denen alle Schüler teilnehmen.“

Kinder, die am Homeschooling teilnehmen wollen, aber zu Hause keinen Computer haben bekommen von der Schule ein I-Pad zur Verfügung gestellt. „Ein Teil davon kommt von der Schulbehörde, aber wir haben auch eigene Pads angeschafft, die wir bereitstellen können“, sagt der Schulleiter.

Wer keinen Internet-Zugang, kann seine Aufgaben im Sekretariat auch analog bekommen und die erledigten Aufgaben dort auch wieder abgeben. „Jede Aufgabe, die gestellt wird, muss auch von den Lehrern kontrolliert werden“, lautet die Regel an der Alten Forst.

Auch wenn seit dem ersten Lockdown viele Dinge verbessert, neue Ideen umgesetzt und die Strukturen für Lehrer und Schüler klar definiert wurden, wünscht sich Andreas Wiedemann bald Normalität zurück: „Wir hoffen alle auf eine erfolgreiche Pandemieeindämmung, damit bald wieder normaler Unterricht an der Schule stattfinden kann“, wünscht sich Andreas Wiedemann. (cb)

Nicht alle Klassenräume werden für die Notbetreuung genutzt. Foto: Christian Bittcher