Promotion - Paraguay, Ghana, Nigeria, Tansania – und nun wieder Paraguay! Seine humanitären „Hernienmissionen“ führen Dr. Wolfgang Reinpold,

Chirurgie-Chef am Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand, in die OP-Säle der Welt. Anfang November packt er zum zehnten Mal die Koffer – um in Paraguay 40 Menschen mit Leisten- und Bauchwandbrüchen zu operieren. Für die Anschaffung dringend benötigter Medizinprodukte werden noch Spenden benötigt.

Jeder dritte Mann weltweit erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Leisten- oder Bauchwandbruch. Wichtig zu wissen: Sogenannte Hernien können nur durch eine Operation geheilt werden. Ebendiese geht hierzulande vergleichsweise unproblematisch vonstatten. „Oft können unsere Patienten die Klinik schon nach einem Tag wieder verlassen“, erklärt Dr. Wolfgang Reinpold, Leiter des Wilhelmsburger Hernienzentrums, wo jährlich mehr als 1.000 Leisten- und Bauchwandbrüche operiert werden.

Hernien: Unbehandelt droht Gefahr
Anders die Situation in ärmeren Teilen der Welt. „Vor allem in ländlichen Regionen Afrikas und Lateinamerikas ist die medizinische Versorgung unzureichend. Insbesondere fehlt es an spezialisierten Medizinern“, weiß Reinpold aus Erfahrung von mittlerweile zehn Hernienmissionen. Ein weiterer Punkt: In Paraguay – in diesem Jahr das Ziel – kostet ein Eingriff etwa 300 US-Dollar. „Für die meisten Paraguayos ist das unbezahlbar, eine flächendeckende Krankenversicherung gibt es vor Ort nicht“, erklärt Reinpold. Häufige Folgen: Die Brüche werden enorm groß und verursachen starke Schmerzen. Auch sind infolge der Erkrankung nicht selten ganze Existenzen bedroht: „Wer von schwerer körperlicher Arbeit lebt, ist durch ein Bruchleiden teils nicht mehr in der Lage, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten“, verdeutlicht der Hernien-Spezialist. Es drohen nicht nur Hunger, Verarmung oder dauerhafte Missbildungen. „Schlimmstenfalls kann ein Bruch unbehandelt lebensgefährlich werden – nämlich, wenn innere Organe durch die Bruchlücke rutschen, einklemmen und die Durchblutung verringert oder gestoppt wird“, so Dr. Reinpold.

„Hernien gehören in die Hände von Spezialisten“, betont der international renommierte Experte. Entsprechend geht es bei den Hernienmissionen nicht allein um kurzfristige Hilfe für akut Betroffene. „Ziel ist eine nachhaltige Ausbildung – wir wollen die Kollegen vor Ort trotz des kleinen Zeitfensters bestmöglich schulen und so wenigstens einen Teil dazu beitragen, dass Brüche künftig vor Ort besser versorgt werden können.“

Dr. Wolfgang Reinpold bittet um Spenden
Unter der Schirmherrschaft der Organisation „Hernia Repair for the Underserved“ werden Reinpold und Team in zwei Kliniken unweit der Hauptstadt Asunción innerhalb einer Woche rund 40 Menschen operieren – unentgeltlich, unter einfachsten Bedingungen, elf Stunden täglich. Im Vorfeld hat Dr. Reinpold noch eine Bitte: „Um notwendige Medikamente, Instrumente und Medizinprodukte wie Operationsabdeckungen, Kunststoffnetze und Nahtmaterial anzuschaffen, freuen wir uns sehr über Spenden.“ Wichtig: Alle Reisekosten werden selbst getragen, Spenden also ausschließlich für dringend benötigte OP-Utensilien verwendet. Dr. Reinpold: „Wie immer gilt: Jeder Euro zählt – für Ihre Spende danken wir schon vorab recht herzlich.“

Spendenkonto: Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand, IBAN: DE50200505501263137497, BIC: HASPDEHHXXX, Verwendungszeck: „Spende Operation Hernia“. Selbstverständlich wird auf Wunsch eine Spendenbescheinigung ausgestellt – dafür sind Name und die vollständige Adresse erforderlich.